Morbus Crohn: Symptome und Therapie

Morbus Crohn ist nicht heilbar, doch die Behandlung lindert Symptome. Hier mehr zu Morbus Crohn Ursachen und Therapie. 

Morbus Crohn ist eine chronische Krankheit, bei der es in Teilen des Verdauungstraktes zu Entzündungen kommt. Typische Symptome sind Durchfall und krampfartige Bauchschmerzen, doch auch schwerwiegendere Komplikationen können mit Morbus Crohn einhergehen. Woher die Krankheit kommt, wie sie sich von Colitis ulcerosa unterscheidet und wie man sie behandeln kann, darum geht es heute. 

Morbus Crohn: Nicht heilbar, aber behandelbar
Morbus Crohn: Nicht heilbar, aber behandelbar 

Das Wichtigste in Kürze 

  • Morbus Crohn zählt wie Colitis ulcerosa zu den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) und äußert sich durch Entzündungen im Magen-Darm-Trakt. 
  • Die Krankheit gilt als nicht heilbar, doch mit einer entsprechenden Behandlung kann ein großer Teil zur Lebensqualität der Betroffenen beigetragen werden. 
  • Neben Morbus Crohn Medikamenten, einer angepassten Ernährung und Entspannungstechniken, können auch spezielle mikrobiologische Präparate dabei helfen, den Darm zu stabilisieren.

Was ist Morbus Crohn? 

Morbus Crohn ist eine entzündliche Erkrankung, die den gesamten Magen-Darm-Trakt vom Mund bis zum After befallen kann. Besonders häufig sind das Ende des Dünndarms (Ileum) und der obere Abschnitt des Dickdarms (Kolon) betroffen (rechter Unterbauch). Benannt wurde die Krankheit nach ihrem Erstbeschreiber, dem Amerikaner Burrill Bernard Crohn.1 

Morbus Crohn zählt wie Colitis ulcerosa zu den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) und gilt derzeit noch als nicht heilbar. Das heißt jedoch nicht, dass die Erkrankung tödlich verläuft; bei rechtzeitiger medizinischer Behandlung und einer Änderung der Lebensgewohnheiten beeinträchtigt Morbus Crohn keinesfalls die Lebenserwartung.2,3

Die Crohn-Krankheit verläuft schubweise und kann alle Schichten der Darmwand betreffen. Man hat festgestellt, dass in nordeuropäischen Ländern und in Nordamerika mehr Menschen als in südlichen Ländern (Südeuropa, Südamerika, Asien oder Afrika) erkranken. Das deutet darauf hin, dass der westliche Lebensstil das Risiko für Morbus Crohn erhöht. Das durchschnittliche Alter bei der Ersterkrankung liegt zwischen dem 15. und 35. Lebensjahr.1 Das ist besonders herausfordernd, da die häufigen Fehlzeiten durch akute Krankheitsschübe oder Arztbesuche bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen einen guten Einstieg in das Berufsleben erschweren können. Morbus Crohn kann so zu starken Beeinträchtigungen der Lebensqualität und der Leistungsfähigkeit der Betroffenen führen.1,2 

Unterschied Morbus Crohn und Colitis ulcerosa 

Die chronischen Darmerkrankungen Colitis ulcerosa und Morbus Crohn haben eine Vielzahl von Gemeinsamkeiten, was die Diagnose teilweise erschwert. Dennoch gibt es bedeutende Unterschiede, die dabei helfen, die Krankheitsbilder voneinander abzugrenzen.  

Bei Colitis ulcerosa und Morbus Crohn können unterschiedliche Bereiche des Verdauungssystems betroffen sein. Auch die Darmschleimhaut zeigt verschiedene Entzündungsmuster, die bei der korrekten Diagnose helfen können: Während bei der Colitis ulcerosa nur die oberste Schicht der Darmschleimhaut entzündet ist, so erfasst Morbus Crohn mit seiner Entzündung alle Wandschichten (transmural). Hinzu kommt, dass Morbus Crohn, im Gegensatz zu Colitis ulcerosa, gehäuft familiär vorkommt und man daher unter anderem eine erbliche Veranlagung vermutet. 

Folgende Übersicht zeigt die Unterschiede der beiden Darmkrankheiten zusammengefasst auf: 

Colitis ulcerosa 
Eher keine erbliche Komponente 
Nur die Darmschleimhaut betroffen (oberflächlicher Befall) 
Auf den Dickdarm beschränkt 
Beginn im Enddarm, kontinuierlich aufsteigend 
Durchfälle blutig-schleimig 
Morbus Crohn 
u.a. erbliche Veranlagung 
Befall der gesamten Darmwand (tiefgreifender Befall, „transmural“) 
Gesamter Verdauungstrakt kann betroffen sein (Mund, Rachen, Speiseröhre, Magen, Darm) 
Wechsel von gesunden und entzündeten Abschnitten  
Durchfälle, selten blutig 
Unterschiede zwischen Colitis ulcerosa und Morbus Crohn (CED)
Colitis ulcerosa (links) und Morbus Crohn

Ist keine eindeutige Zuordnung möglich, spricht man von einer unklaren Darmentzündung (Colitis indeterminata). 

Morbus Crohn Symptome 

Allen chronisch entzündlichen Darmerkrankungen sind ähnliche Symptome wie Durchfälle, starke Bauchschmerzen sowie der schubweise Verlauf gemein. Die Morbus Crohn Symptome variieren von Mensch zu Mensch und hängen unter anderem davon ab, welche Abschnitte des Verdauungstrakts von der Krankheit betroffen sind.4

Typische Morbus Crohn Symptome sind:5,7

  • Durchfall (Diarrhoe), der über Wochen anhalten kann (seltener blutig) 
  • Krampfartige Bauchschmerzen (oft im rechten Unterbauch) 
  • Übelkeit 
  • Ungewollter Gewichtsverlust durch Appetitmangel und verschlechterter Nährstoffaufnahme 
  • Manchmal leichtes Fieber 

Morbus Crohn Komplikationen 

Durch die chronischen Entzündungen der Darmschleimhaut kann es u.a. zu lebensbedrohlichen Komplikationen kommen. Dazu gehören:6,7 

  • Darmgeschwüre (Abszesse) 
  • Fisteln 
  • Nährstoffmangel (v.a. Eisen, Vitamin B12) verursacht Anämie und bei Kindern Wachstumsstörungen 
  • Darmverengungen bis hin zu Darmverschluss (narbige Stenosen) 
  • Bakterielle Infektionen 
  • Darmdurchbruch (Perforation) 
  • Erhöhte Gefahr, an Dickdarmkrebs (Kolonkarzinom) zu erkranken. 

Einige der schwerwiegenden Komplikationen wie Bauchfellentzündung oder Darmverschluss können ohne Behandlung lebensbedrohliche Folgen haben. 

Morbus Crohn Begleiterkrankungen 

Nicht nur innerhalb des Verdauungstrakts, sondern auch außerhalb, können sich Morbus Crohn Symptome bemerkbar machen (medizinisch: Extraintestinale Manifestationen).  

Beispiele für Morbus Crohn Begleiterkrankungen sind:7

  • Augenentzündungen 
  • Gelenkschmerzen- und -entzündungen (Arthritis) 
  • Hautkrankheiten (Beine, Mund) 
  • Leber- und Gallenprobleme 
  • Müdigkeit 

Morbus Crohn Ursachen 

Die Ursachen für die chronisch entzündlichen Darmerkrankungen Colitis ulcerosa und Morbus Crohn sind bislang nicht genau geklärt. Vermutlich ist das Ausbrechen der Krankheit multifaktoriell, sprich: mehrere Faktoren müssen zusammenkommen, bis bei Menschen mit einer genetischen Veranlagung die typischen Morbus Crohn Symptome auftauchen.  

Ging man früher noch davon aus, dass Morbus Crohn eine Autoimmunerkrankung ist, spricht man heute davon, dass Morbus Crohn nur eine immunbedingte Krankheit ist, da die Reaktion des Immunsystems nicht vom Körper selbst ausgelöst wird. Es handelt sich also eher um eine Störung in der Schleimhautbarriere des Darms, die durch eindringende Fremdstoffe einen dauerhaften Entzündungszustand des Magen-Darm-Trakts verursacht. Neben genetischen Faktoren kann diese Störung vermutlich auch durch ein verändertes Mikrobiom (auch Darmflora) und äußere Faktoren (Umwelteinflüsse) begünstigt werden.8
Dazu gehören vermutlich: 

  • Infekte 
  • Rauchen (Schleimhauttoxine) 
  • Stress, traumatische Ereignisse, Ängste 
  • Ernährung (Nahrungsbestandteile) 

Auch psychische Einflüsse spielen eine große Rolle bei Ausbruch und Verlauf von Morbus Crohn – kein Wunder, denn Darm und Gehirn hängen eng zusammen.
Mehr dazu s.u. >> Morbus Crohn Entspannungstechniken. 

Morbus Crohn Verlauf 

In der Regel verläuft Morbus Crohn in Schüben: Phasen ohne Entzündung und ohne Beschwerden (Remission) wechseln sich dabei mit Phasen ab, in denen es zu Beschwerden kommt. Der Krankheitsverlauf ist individuell verschieden und daher nicht vorherzusagen. Etwa jeder dritte Patient erleidet innerhalb eines Jahres nach einer Krankheitsphase einen erneuten Entzündungsschub.9

Colitis ulcerosa Schub und Remission Verlauf
Morbus Crohn: schubförmiger Verlauf

Ein Morbus Crohn Schub kündigt sich meist mit Bauchschmerzen, Durchfall oder erhöhter Temperatur / Fieber an. Bemerkt ein Morbus Crohn Patient diese Symptome, sollte er dringend seinen Magen-Darm-Spezialisten (Gastroenterologen) konsultieren, der dann die weitere Behandlung vorschlägt oder anpasst. Aber auch in beschwerdefreien Zeiten sollten Betroffene regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Arzt durchführen, um mögliche Komplikationen frühzeitig zu erkennen.2 

Morbus Crohn Behandlung 

Da Morbus Crohn derzeit noch nicht heilbar ist, zielt die Morbus Crohn Therapie in erster Linie darauf ab, eine akute Entzündung schnell einzudämmen, Beschwerden zu lindern und die beschwerdefreie Zeit dann so lange wie möglich zu erhalten. Das Behandlungsschema ist aufgrund des Krankheitsverlaufs und den vielen Behandlungsoptionen sehr individuell und kann sich je nach Morbus Crohn Schub immer wieder ändern. Entsprechend des Schweregrads der Entzündungen und des Verlaufs wird stufenweise vorgegangen:2 

  1. Aminosalizylate 
  2. Steroide oder Kortikosteroide 
  3. Immunsuppressiva (z.B. Azathioprin, 6-Mercaptopurin oder Methotrexat) 
  4. Biologika oder Biosimilars (z.B. TNF-α-Blocker oder TNFαAntikörper)

Operation: 
Ob eine Operation notwendig wird, hängt ebenfalls vom Krankheitsverlauf des jeweiligen Patienten ab. Meist sind erst auftretende Morbus Crohn Komplikationen (z.B. Fisteln oder ein Darmverschluss) Grund für eine Operation: 70% der Patienten müssen innerhalb von 15 Jahren nach der Diagnose operiert werden. Leider kann eine OP bei Morbus Crohn nur vorübergehend zu einer Verbesserung des Zustands führen; in der Regel tritt die Erkrankung erneut auf und befällt dann die noch vorhandenen gesunden Bereiche im Magen-Darm-Trakt.1,2 

Morbus Crohn Ernährung 

Auch die Ernährung spielt als Teil der Behandlung eine Rolle, besonders bei Kindern und bei Patienten mit Untergewicht / Mangelernährung. Denn: Patienten mit Morbus Crohn leiden oft unter: 

  • Unverträglichkeiten gegenüber Nahrungsbestandteilen  
  • Nährstoffmangel (v.a. Eisen, B-Vitamine, Calcium, Vitamin D) 
  • Flüssigkeits- und Elektrolytverlusten bedingt durch die meist starken Durchfälle 
  • Angst vor der Nahrungsaufnahme/Appetitmangel aufgrund der starken Beschwerden 

Die genannten Punkte können sich zusätzlich ungünstig auf den Krankheitsverlauf auswirken. Um eine Mangelernährung und akute Schübe zu vermeiden sollte die Ernährung angepasst bzw. eine Ernährungstherapie durchgeführt werden.10

Die Morbus Crohn Ernährung ist auf den individuellen Zustand des Patienten anzupassen. Meist empfehlen Ernährungsberater eine leichte Vollkost mit bedarfsgerechter Versorgung an Energie und essenziellen Nährstoffen sowie die Berücksichtigung individueller Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Oft werden ballaststoffarme Lebensmittel besser von Patienten vertragen, da sie nicht blähen. Gegebenenfalls können auch die Substitution von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen wie Eisen Sinn machen. Bei Durchfall ist auf den Wasser- und Elektrolytausgleich zu achten.7 

Morbus Crohn Entspannungstechniken 

Es wird zwar erst seit kurzem intensiver erforscht, wie eng unser Darm mit unserem Gehirn zusammenhängt und über die sog. Darm-Hirn-Achse reger Austausch besteht. Nicht neu dagegen ist, dass uns Ärger und Stress „auf den Magen schlagen“ können. Der Darm reagiert im wahrsten Sinne des Wortes gereizt: unsere körpereigenen Abwehrkräfte werden geschwächt, Entzündungen werden begünstigt, ebenso wie das Entstehen und die Verschlimmerung von Krankheiten. 

Stress ist also Gift für den Darm. Um den Verlauf von Morbus Crohn positiv zu beeinflussen, sollten Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder autogenes Training, ausreichend Schlaf und Zeit für Selbstfürsorge mit auf dem Morbus Crohn Therapieplan stehen.11

Morbus Crohn Sport 

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen und Sport sind (außerhalb eines akuten Schubes) kein Widerspruch! Denn Bewegung lindert die Beschwerden und ermöglicht einen Ausgleich für Körper und Seele. Neben Entspannungsübungen und sanften Sportarten wie Yoga stehen Morbus Cohn Patienten eine Vielzahl an Sport- und Bewegungsformen offen. Das gilt auch für Patienten die bereits operiert worden sind. Lediglich von Sportarten, bei denen die Bauchdecke zu sehr belastet ist, wird bei operierten Patienten abgeraten (z.B. Judo, Handball, Fußball, Gerätetunen). Schwimmen, Wandern, Fahrradfahren, Tanzen werden dagegen sogar mehrmals die Woche empfohlen.12 Das Wichtigste ist bei der Suche nach der passenden Sportart ist: Es muss Spaß machen! 

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen und Sport sind kein Widerspruch und der beste Ausgleich für Körper und Seele

Morbus Crohn Schwangerschaft 

Ist man von einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung betroffen, so können sich auch Fragen rund um das Thema Kinderwunsch und Schwangerschaft stellen. Beeinflusst Morbus Crohn meine Fruchtbarkeit? Kann ich mit Morbus Crohn stillen? Wie beeinflusst eine Schwangerschaft meinen Krankheitsverlauf?  

Ausschlaggebend für die Beantwortung dieser Fragen ist der aktuelle Gesundheitszustand und die aktuelle Medikation der jeweiligen Patienten. Steht also ein Kinderwunsch an, so ist es am besten, einen individuellen „Master Plan“ mit seinem Gastroenterologen zu entwickeln. Dort sollten u.a. Entzündungswerte, Eisenmangel, Hormonwerte und andere wichtige Parameter individuell besprochen werden, um dann die Morbus Crohn Therapie entsprechend der Situation vor und bei Schwangerschaft anzupassen.13

Morbus Crohn Darmflora 

Studien haben gezeigt, dass bei Patienten mit Morbus Crohn bereits zu Beginn ihrer Erkrankung eine Störung der Darmflora vorliegt (Dysbiose) – oft das Ergebnis von Medikamenten wie Antibiotika, Stress und einer falschen Ernährung mit zu vielen verarbeiteten Lebensmitteln.14 Ist die Darmflora gestört und treten die ersten Symptome auf, so kann schnell ein Teufelskreis entstehen, denn die verabreichten Medikamente können wiederum das Gleichgewicht des Darmmilieus stören. 

Vielversprechende Ergebnisse, um die Darmflora nach Krankheit oder der Gabe von Medikamenten wieder aufzubauen und die Verdauung zu regulieren, zeigen bestimmte probiotische Bakterien: Sie wirken entzündungshemmend, dämmen die Ausbreitung schädlicher Keime im Darm ein, stärken das Immunsystem & die Schleimbildung und können die Darmbewegung & Schmerzempfindlichkeit verbessern.15,16

Spezifisch ausgewählte und wirksame mikrobiologische Präparate fördern den Erhalt einer gesunden Darmflora und unterstützen so das körpereigene Immunsystem.  

Ebenso wie bei Morbus Crohn ist eine mögliche Ursache der Erkrankung auch bei Colitis Ulcerosa und Pouchitis die gestörte Darmbarriere, durch die das Entstehen von chronischen Entzündungen im Darm begünstigt wird. 

Abbildung gestörter Darmbarriere
Chronisch-entzündliche Darmkrankheiten: Eine gestörte Darmbarriere begünstigt das Entstehen von chronischen Entzündungen im Darm. 

Eine Formulierung aus 8 spezifischen Bakterienstämmen konnte in Studien zeigen, dass sie sich begleitend zur Standard-Medikation bei Colitis ulcerosa Schüben bewährt hat.10 Die spezielle Kombination beinhaltet 8 verschiedene spezifisch ausgewählte Bakterienstämme: 

  1. Streptococcus thermophilus DSM24731 
  2. Bifidobacterium breve DSM24732 
  3. Bifidobacterium longum DSM24736 
  4. Bifidobacterium infantis DSM24737 
  5. Lactobacillus acidophilus DSM24735 
  6. Lactobacillus plantarum DSM24730 
  7. Lactobacillus paracasei DSM24733 
  8. Lactobacillus delbrueckii ssp. bulgaricus DSM24734 

Die gleiche Bakterienstamm-Kombination wurde auch bei Morbus Crohn Patienten in Studien untersucht. Die Formulierung verringerte dort nach operativen Eingriffen die Entzündungswerte der Darmschleimhaut und verbesserte die endoskopischen Eigenschaften.17,18

Klinische untersuchte mikrobiologische Präparate sind also eine Möglichkeit, die Dysbiose bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen ins Gleichgewicht zu bringen, das Immunsystem und die Barrierefunktion der Darmschleimhaut zu unterstützen. Lassen sie sich am besten von ihrem betreuenden Arzt dazu beraten.

Häufige Fragen und Antworten 

Was sind die Symptome von Morbus Crohn?

Typische Morbus Crohn Symptome sind:7,19

  • Durchfall (Diarrhoe), der über Wochen anhalten kann (seltener blutig) 
  • Krampfartige Bauchschmerzen (oft im rechten Unterbauch) 
  • Übelkeit 
  • Ungewollter Gewichtsverlust durch Appetitmangel und verschlechterte Nährstoffaufnahme 
  • Manchmal leichtes Fieber 

Kann Morbus Crohn gefährlich werden?

Morbus Crohn hat vor allem schwerwiegende Einschränkungen der Lebensqualität zur Folge. Gefährlich wird die Krankheit erst, wenn Morbus Crohn Komplikationen (z.B. Infektionen oder Darmverschluss) auftreten, die – ohne Behandlung – teils lebensbedrohlich sind. Außerdem haben Morbus Crohn Patienten ein erhöhtes Risiko an Darmkrebs zu erkranken. Eine frühzeitige Morbus Crohn Behandlung und regelmäßige Kontrollen sind daher notwendig. 

Was tun bei Morbus Crohn?

Die Morbus Crohn Therapie zielt in erster Linie darauf ab, den Entzündungsprozess im Magen-Darm-Trakt einzudämmen. Dabei muss zwischen einer akuten und einer langfristigen Behandlung mit speziellen Morbus Crohn Medikamenten unterschieden werden. Auch die Ernährung spielt als Teil der Behandlung eine Rolle, besonders bei Kindern und bei Patienten mit Untergewicht / Mangelernährung. Spezielle mikrobiologische Präparate haben in Studien gezeigt, dass sie den Darm darüber hinaus bei seiner Regeneration und der Stärkung seiner Widerstandfähigkeit unterstützen. Da bei Morbus Crohn auch das psychische Wohlbefinden eine Rolle spielt, können Entspannungstechniken wie Yoga oder autogenes Training den Morbus Crohn Patienten Linderung verschaffen 

Kann Morbus Crohn geheilt werden?

Morbus Crohn zählt wie Colitis ulcerosa zu den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) und gilt derzeit als nicht heilbar. Mit einer entsprechenden Behandlung kann man jedoch die Beschwerden eindämmen und so einen großen Teil zur Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen beitragen. 

1
4
6
13