MICROBIOTICA mikrobiologische Präparate

Divertikel alleine müssen nicht unbedingt behandelt werden

Die Behandlung bei Divertikelnachweis richtet sich immer nach den Beschwerden des Patienten. Einzelne Darmdivertikel, die zufällig entdeckt werden und keine Beschwerden hervorrufen, müssen in der Regel nicht therapiert werden. Hier empfiehlt sich dennoch (vorbeugend) eine eher ballaststoffreiche Ernährung.

Behandlungsmöglichkeiten einer symptomatischen unkomplizierten Divertikelkrankheit

Zur Behandlung der symptomatischen unkomplizierten Divertikelkrankheit gibt es bislang nur wenige Untersuchungen. Im Gegensatz zur Divertikulitis haben sich Antibiotika nicht als wirksam erwiesen, und auch für den Einsatz von Mesalazin (entzündungshemmendes Medikament) gibt es keine eindeutigen Belege für die Wirksamkeit bei diesem Stadium der Erkrankung.

Als nützlich hat sich jedoch die Einnahme von speziellen mikrobiologischen Präparaten erwiesen. So zeigen Studien, dass der Bakterienstamm Lactobacillus casei DG® bei der symptomatischen unkomplizierten Divertikelkrankheit einen positiven Effekt auf die gestörte Darmflora und das Darmnervensystem hat sowie eine anti-entzündliche Wirkung an der Darmbarriere zeigt1.

Diese Eigenschaften und seine gute langfristige Verträglichkeit qualifizieren ihn für die Einnahme zum Erhalt der beschwerdefreien Phase (Remissionserhalt). Begleitend sollte auch hier auf eine faserreiche Kost und eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme geachtet werden, um den Stuhl weich zu halten.

1Turco et al. United European Gastroenterol J. 2017 Aug;5(5):715-724.

Behandlungsmöglichkeiten einer Divertikulitis

Bei einer Entzündung der Divertikel, d.h. einer Divertikulitis, werden in der Regel schwächere Verläufe mit Antibiotika und muskelentspannenden Medikamenten behandelt. Eine Operation wird nur bei auftretenden Komplikationen durchgeführt.

Bei diagnostizierten Divertikeln wird zur Vorbeugung einer Divertikulitis (von den meisten Ärzten) ebenfalls eine ballaststoffreiche Ernährung und reichlich Flüssigkeit empfohlen. Regelmäßige Bewegung und Sport regen zusätzlich die Aktivität des Darms an.