Divertikulitis: Ursachen, Symptome & Therapie
Divertikulitis ist gefährlich und muss ärztlich behandelt werden. Mikrobiologische Präparate unterstützen die Darm Regeneration.
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Was ist die Divertikulitis?
Divertikel sind Ausstülpungen der Darmwand, die im Dickdarm, seltener im Dünndarm, vorkommen können. In der Regel tritt eine Divertikulose im unteren, absteigenden Abschnitt des Dickdarms (Sigma) auf. Treten zahlreiche Divertikel nebeneinander auf, so wird in der Medizin von Divertikulose gesprochen. In den meisten Fällen verursachen die Divertikel bei den Betroffenen keine Beschwerden.1,2
Bei 20 % der Divertikelträger kann es jedoch zu chronischen funktionellen Darmbeschwerden, wie Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung kommen. Eine beim Arzt nachweisbare Entzündung der Divertikel liegt hier jedoch noch nicht vor.
Divertikulitis oder Divertikelkrankheit?
- Divertikulose = Divertikel vorhanden, jedoch ohne Beschwerden
- Symptomatische unkomplizierte Divertikelkrankheit = Divertikel und Darmbeschwerden, aber keine Entzündung
- Divertikulitis = Divertikel und starke Beschwerden, mit Entzündung
Was sind Divertikulitis-Symptome?
Übersicht über die häufigsten Divertikulitis-Symptome:
- Starke, krampfartige Bauchschmerzen, meist linksseitig
- Verdauungsstörungen wie Verstopfung, Durchfall oder Blähungen
- Eine druckschmerzhafte Verhärtung („Walze“) im Bauchraum, typischerweise links
- Fieber
- Allgemeines Krankheitsgefühl
- Übelkeit
Divertikulitis: Ursachen
Ist eine Divertikulitis gefährlich?
- Darmdurchbruch
- Bauchfellentzündung
- Abszessbildung
- Fistelbildung zu Harnblase oder Vagina
- Blutungen in den Darm
- Darmverengung bis Darmverschluss (Ileus)
Divertikulitis: Behandlung
Eine Divertikulose, die zufällig entdeckt wird aber keine Beschwerden hervorruft, muss nicht behandelt werden. Damit die Divertikel auch in Zukunft keine Beschwerden machen, empfiehlt die ärztliche Leitlinie folgendes:4
- Ballaststoffreiche Ernährung
- Unterstützung der Darmflora für eine gesunde Verdauung
- Ausreichend Bewegung
- Normalgewicht halten
- Nicht rauchen
- Kein rotes Fleisch
- Bei chronischer Verstopfung auf ausreichend Flüssigkeit achten
Die Therapie der Divertikulitis richtet sich nach den jeweiligen Divertikulitis Stadien und den beim Patienten auftretenden Komplikationen. Ärzte gemäß der Divertikulitis-Leitlinie unterscheiden dabei zwischen leichten und schwereren, sowie akuten und chronischen Formen.5
Leichte Divertikulitis (akute unkomplizierte Divertikulitis)
Studien belegten außerdem, dass eine Antibiotika-Gabe in diesem Stadium keine effiziente Wirkung hat.4 Bei entsprechender Mitwirkung des Patienten kann die Divertikulitis-Behandlung dann auch zuhause unter engmaschiger Betreuung durch einen Arzt erfolgen.
Die Voraussetzung für den Therapie-Erfolg ohne Divertikulitis-Antibiotika:
- Beachtung der Ernährungstipps bei Divertikulitis
- ausreichend Flüssigkeit
Bei einer leichten Divertikulitis, bei der nur einzelne Divertikel entzündet sind, sollte laut Ärzte-Leitlinie zunächst versucht werden, die Krankheit ohne Antibiotika einzudämmen. Denn: Antibiotika belasten den Verdauungstrakt wiederum und können das Gleichgewicht der Darmflora stören.
Studien belegten außerdem, dass eine Antibiotika-Gabe in diesem Stadium keine effiziente Wirkung hat.4 Bei entsprechender Mitwirkung des Patienten kann die Divertikulitis-Behandlung dann auch zuhause unter engmaschiger Betreuung durch einen Arzt erfolgen.
Die Voraussetzung für den Therapie-Erfolg ohne Divertikulitis-Antibiotika:
- Beachtung der Ernährungstipps bei Divertikulitis
- ausreichend Flüssigkeit
Schwere Divertikulitis (akute komplizierte Divertikulitis)
Liegt eine schwerere Form der Divertikulitis mit Fieber und/oder anderen Komplikationen vor, so ist die Gabe von Medikamenten wie Antibiotika notwendig (= Divertikulitis–Antibiose). Bei schwereren oder komplizierten Fällen führt kein Weg an einer stationären Behandlung im Krankenhaus vorbei, so dass im Ernstfall, z. B. bei einem Darmdurchbruch, sofort operiert werden kann.4
Eine Divertikulitis-Operation macht möglicherweise nicht nur in Notsituationen Sinn, sondern auch bei einer chronischen Form der komplizierten Divertikulitis. Also dann, wenn sich Divertikel immer wieder entzünden und andere Behandlungsmaßnahmen nicht anschlagen. Bei einer geplanten Divertikulitis Operation wird die betroffene Problemstelle des Darms vorsichtig entfernt und die Darmenden wieder vernäht (Sigmaresektion). Das Verfahren kann auch in zwei Operationen durchgeführt werden, wobei dem Patienten dann bis zu zweiten Eingriff ein künstlicher Darmausgang (med: Stoma) gelegt wird.4
Während einer Divertikulitis-Erkrankung, bzw. nach einer operativen Behandlung der Divertikulitis, sollte der Darm auf jeden Fall geschont und nur eine leichte Kost zu sich genommen werden. Oft wird empfohlen, während der ersten Tage einer akuten Divertikel-Entzündung ganz auf Nahrung zu verzichten und feste Nahrung erst schrittweise wieder einzuführen (auch bekannt als Nahrungskarenz). Mehr dazu hier >>Divertikulitis Ernährung.
Eine schwer verlaufende Divertikulitis wird normalerweise mit Antibiotika behandelt. Dies lindert zwar die Entzündung hat aber unter Umständen auch negative Auswirkung auf die Darmflora. Sollte die akute Divertikulitis mit Antibiotika behandelt werden, ist also die Unterstützung der Darmflora während bzw. der Wiederaufbau nach der Behandlung von Bedeutung. Hier können ausgewählte mikrobiologische Präparate (z. B. Innovall (R) DAILY biotic+) Unterstützung für eine gesunde Darmflora bieten.
Divertikulitis: Ernährung
Bei den Ernährungsempfehlungen gibt es Unterschiede zwischen den Phasen Divertikulose, symptomatische Divertikelkrankheit und einer akuten Divertikulitis.
Die ärztliche Leitlinie empfiehlt übergreifend auf folgendes zu achten:8
- Ballaststoffreiche Ernährung
- Ausreichend Bewegung
- Normalgewicht halten
- Nicht rauchen
- Kein rotes Fleisch
- Bei chronischer Verstopfung auf ausreichend Flüssigkeit
- Unterstützung der Darmflora bei Divertikeln (z. B. Innovall (R) SUD)
Liegt bereits eine Divertikel-Entzündung in Form einer akuten Divertikulitis vor, so sollte für diese Zeit auf eine darmfreundliche Ernährung in Form von Schonkost, zusammen mit ausreichend Flüssigkeit geachtet werden.
>> Hier finden Sie 10 Tipps zur Ernährung bei Divertikulitis.
Divertikulitis: Präparate
Um die Darmflora der Divertikelkrankheit oder nach der Gabe von Antibiotika wieder aufzubauen und die Verdauung zu regulieren, gibt es neben bestimmten Ernährungsempfehlungen ausgewählte mikrobiologische Präparate (Innobiotika) mit belegter klinischer Wirksamkeit aus der Apotheke.
FAQ
- Bauchschmerzen, meist linksseitig
- Verdauungsstörungen wie Verstopfung, Durchfall oder Blähungen
- Eine druckschmerzhafte Verhärtung („Walze“) im Bauchraum, typischerweise links
- Fieber
- Allgemeines Krankheitsgefühl
- Übelkeit