Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen

Immunsystem und Darm: eine einzigartige Verbindung

Lange Zeit war der Magen-Darm-Trakt lediglich als Verdauungsapparat bekannt. Heute wissen Expert*innen, dass das größte innere Organ viel mehr kann und maßgeblich für den Erhalt der Gesundheit mitverantwortlich ist. Er sorgt nicht nur dafür, dass Nährstoffe aus der Nahrung aufgenommen werden können, er ist auch an der Produktion von Vitaminen und Verdauungsenzymen beteiligt, genauer gesagt sind es die Darmbakterien. Darüber hinaus sind im Darmgewebe 80 % der menschlichen Immunzellen ansässig. Man kann also sagen, dass hier die Zentrale des Immunsystems liegt. Diesen Teil der Immunabwehr hat einen eigenen Namen: das darmassoziierte Immunsystem.

Noch immer gibt es einige Geheimnisse rund um den Darm, doch eines ist bereits gelüftet und unglaublich faszinierend: Das Immunsystem und die Darmflora (Fachbegriff: Mikrobiom) stehen in einer engen Verbindung zueinander. Das ist auch der Grund, warum eine gesunde Darmflora mit einem starken Immunsystem assoziiert  wird.

Hier erfahren Sie, was das darmassoziierte Immunsystem ist und wie es den Darmbakterien gelingt, das Immunsystem zu stärken.

Lesedauer 4 Minuten Wissenschaftlich geprüfter Artikel

Keine Zeit?

Hier erhältst du die Wichtigsten Infos in 30 Sekunden!

Hände bilden ein Herz vor dem Bauch

Immunsystem im Darm - gibt es das?

Immer wieder wird eine Darmaufbaukur in einem Atemzug mit einem gut funktionierenden Immunsystem erwähnt. Doch was hat das Organ mit der körpereigenen Abwehr zu tun? Gibt es tatsächlich so etwas wie ein Immunsystem im Darm? „Der Darm ist der Sitz der Gesundheit“ – bei diesem Spruch handelt es sich tatsächlich nicht um eine Floskel. Das wusste schon Hippokrates (460–377 v. Chr.).1 Er bezeichnete den Verdauungsapparat als „Wurzel aller Gesundheit“.

Die Erkenntnisse der heutigen Forschung bestätigen seine Hypothese, denn man weiß inzwischen, dass der Darm etwa 80 % aller aktiven menschlichen Immunzellen beheimatet. Ihre Aufgabe ist es, harmlose Stoffe von schädlichen zu unterscheiden und Krankheitserreger abzufangen. Vielleicht fragen Sie sich, warum diese Herausforderungen ausgerechnet im Darm gemeistert werden. Dafür gibt es einen guten Grund:  mit ca. 8 Metern Länge und 30-40 m2 Oberfläche stellt der Darm bzw. der Magen-Darm-Trakt die größte Kontaktfläche zur Außenwelt dar – für alles was wir zu uns nehmen.2 Daher ist es vor allem hier nötig, den Körper vor dem Eindringen von unnützen oder sogar schädlichen Substanzen zu schützen.

Darmassoziiertes Immunsystem – das Bindeglied zwischen Darm und Immunsystem

Die Abkürzung GALT (gut-associated lymphoid tissue, zu Deutsch: darmassoziiertes lymphatisches Gewebe), steht für das sogenannte darmassoziierte Immunsystem.3 Es befindet sich im Darmgewebe, besteht aus Lymphgewebe (Sammlung von Abwehrzellen) und ist eines der größten Immunorgane des Körpers (80 % der Immunabwehr finden hier statt).4 Um ungebetene Gäste wie Keime oder körperfremde Substanzen zu eliminieren, greift der Darm auf clevere Taktiken zurück. Das darmassoziierte Immunsystem sorgt dafür, dass Fremdstoffe im Darm markiert und vernichtet werden. Über das Blut- und Lymphsystem informiert das ausgeklügelte System dann andere Abwehrzentren im Organismus. Aktivierte Immunabwehr-Zellen gelangen also auch vom Darm in andere, weit entfernte Organe, z. B. zur Lunge oder Haut. Genau deshalb ist ein starker Darm wichtig für ein reaktionsfähiges Immunsystem.
Die einzelnen Barrieren
Der Darm kommt mit vielen fremden Substanzen und Keimen in Kontakt, vor allem durch die Nahrungsaufnahme. Zum Schutz hat er 3 effektive Darmbarrieren.
Das Besondere: Das darmassoziierte Immunsystem kann zwischen Freund und Feind unterscheiden. Körperfremde Substanzen und Keime sind natürlich nicht erwünscht, körpereigene Zellen und Bakterien der Darmflora allerdings schon. Auch Nahrungsbestandteile muss das Immunsystem tolerieren. Das GALT entscheidet also sehr genau, wer bleiben darf und wer nicht. Dieses Wissen entwickelt das darmassoziierte Immunsystem bereits bei der Geburt und reift im Laufe der Kindheit durch Wechselwirkungen mit der Darmflora (auch: Mikrobiota oder Mikrobiom) heran.5

Gut zu wissen!

Neben der Darmpolizei, dem darmassoziierten Immunsystem, gehören zu der darmeigenen Abwehr auch andere Mechanismen, die vor Eindringlingen schützen: die Darmflora und die Darmschleimhaut (Mukusschicht undDarmwandzellen).Zusammen bilden sie eine starke Darmbarriere und somit einen effektiven Schutz gegen Angreifer von außen.

„Ungesunder Darm“ = geschwächtes Immunsystem?

Der Darmaufbau sorgt von Natur aus für eine starke Abwehrkraft. Eine besondere Bedeutung kommt an dieser Stelle der Darmflora (Fachbegriff: Mikrobiom) zu. Kein Wunder, denn die darmeigene Abwehr (GALT) ist von Informationen und Handlungen der Darmbakterien abhängig.

Nützliche Darmbakterien leisten folgenden Immunsystem-Beitrag:
  • Sie verdrängen aktiv Krankheitserreger, die schadhaft für den Organismus sind.
  • Sie setzen sich dafür ein, dass unerwünschte Keime sich nicht an der Darmwand anheften können Expert*innen nennen das Kolonisationsresistenz.6
  • Sie halten das Immunsystem auf Trab und unterstützen so die Unterscheidung zwischen erwünschten und unerwünschten Gästen.

Gut zu wissen!

Wenn die Darmflora aus dem Takt gerät, kann dadurch auch die körpereigene Abwehr geschwächt werden. Genau dadurch können sowohl unerwünschte Erreger die Oberhand gewinnen (wie z. B. bei einer Clostridium difficile-Infektion) oder aber das Immunsystem auf eigentlich „gesunde Stoffe“ mit einer Überreaktion antworten (wie z. B. bei Neurodermitis). Der Aufbau einer gesunden Darmflora ist also durchaus sinnvoll.

Darmflora verbessern: Gesunde Darmflora aufbauen mit Hausmitteln

Da der Darm entscheidend an der Immunabwehr beteiligt ist, ist es sinnvoll, eine gesunde Darmflora zu fördern und so die Abwehrkräfte aus dem Bauch heraus zu kräftigen.

Dafür gibt es verschiedene Tipps:
  1. Bringen Sie Bewegung in Ihren Alltag: Wer hätte es gedacht – auch Sport tut der Darmflora nachweislich gut. In Untersuchungen zeigte sich, dass Sport die Diversität der Darmbewohner stärkt. Die Annahme liegt nahe, dass körperliche Aktivität auch den Darmbakterien zu Gute kommt. Das ist unbedingt wünschenswert, denn die Darmbewohner bilden kurzkettige Fettsäuren und ernähren damit die Darmschleimhaut (die mechanische Darmbarriere). Und dies wiederum nutzt der Immunabwehr.7
  2. Gönnen Sie ihrem Körper Entspannung: Ein gesunder und entspannter Lebensstil fördert nicht nur ein starkes Immunsystem, sondern auch eine starke Darmflora. Stress, Schlafmangel oder auch Rauchen setzt ihm dagegen stark zu.
Mann schwimmt im Schwimmbecken
Untersuchungen zufolge übt Sport einen positiven Effekt auf die Darmflora aus.
  1. Unnötige Medikamenteneinnahme meiden: Das Mikrobiom spielt für den funktionierenden Stoffwechsel und ein starkes Immunsystem eine wichtige Rolle. Es ist jedoch inzwischen nachgewiesen, dass jedes 4. Medikament (nicht nur Antibiotika!) negativen Einfluss auf unsere Darmbakterien hat. Natürlich sind Medikament lebensrettend und essentiell bei der Behandlung von Erkrankungen, aber gerade bei einer längerfristigen Einnahme (z. B. Säureblocker, Ibuprofen) sollte der Einnahmeplan regelmäßig mit dem behandelnden Arzt besprochen und ggf. angepasst werden. Es kann Sinn machen, die Darmflora und das Immunsystem während oder nach einer medikamentösen Behandlung mit einem ausgewählten Innobioticum (z. B. Innovall (R) AB+) wieder aufzubauen.
  2. Ernähren Sie sich gesund: Eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung ist die Basis für Gesundheit. Vor allem Gemüse und Obst sowie fermentierte Lebensmittel vereinen viele wichtigen Nährstoffe, die auch dem Immunsystem zugutekommen. Ein Beispiel ist Vitamin C, das Ihr Organismus im Kampf gegen freie Radikale einsetzt. Freie Radikale sind aggressive Sauerstoffmoleküle, die in Verbindung mit vielen Erkrankungen, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, gebracht werden. Eine ausreichende Zufuhr von Vitamin C ist also wichtig. Das Gleiche gilt für Eisen und B-Vitamine, denn dabei handelt es sich um wichtige Ausgangssubstanzen für die Produktion von Abwehrstoffen.
Schüssel mit Flohsamen
  1. Füttern Sie auch Ihre Darmbakterien: Um zu gedeihen und sich zu vermehren, brauchen auch die nützlichen Darmbakterien gutes Futter (sog. Präbiotika). Sie haben eine besondere Vorliebe für lösliche Ballaststoffe. Bei diesen Delikatessen für Darm und Immunsystem handelt es sich laut Wikipedia, z. B. um Johannisbrotkernmehl, Guarkernmehl (z. B. in Innovall (R) DAILY biotic+), Pektin, Oligofruktose und Dextrine, aber auch Leinsamen, Flohsamenschalen und Inulin. Vermehrt findet man die beliebten Präbiotika unter anderem in:
    • Obstschalen (Äpfel, Birnen, Quitten, Aprikosen)
    • Chicorée
    • Artischocken
    • Topinambur
    • Hülsenfrüchte
    • Chiasamen

Gut zu wissen!

Laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung (DGE) liegt der Richtwert für die tägliche Ballaststoffzufuhr bei 30 Gramm pro Tag über Lebensmitttel.11
Während einer sehr ballaststoffhaltigen Ernährung, wie z. B. mit Leinsamen oder Flohsamenschalen, sollte jedoch auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden (mind. 1,5 bis 2 Liter/Tag), da sonst eine Verstopfung begünstigt wird.

Passendes Produkt

Glas Wasser mitangelehntem Stick und der Verpackung von DAILY biotic+
Portionsbeutel
Innovall(R) DAILY biotic+

4 in 1 Superfood

✓ 11 spezifisch ausgewählte Bakterienstämme
✓ Polyphenole aus der Kakaobohne
✓ Präbiotika aus der Guarbohne
✓ Vitamin B2 und B6
Ab 23,95 €*

Inhalt: 0.126 kg (317,06 €* / 1 kg)

Passendes Produkt

Glas Wasser mitangelehntem Stick und der Verpackung von DAILY biotic+
Portionsbeutel
Innovall(R) DAILY biotic+

4 in 1 Superfood

✓ 11 spezifisch ausgewählte Bakterienstämme
✓ Polyphenole aus der Kakaobohne
✓ Präbiotika aus der Guarbohne
✓ Vitamin B2 und B6
Ab 23,95 €*

Inhalt: 0.126 kg (317,06 €* / 1 kg)

Was bringt eine Darmbakterien-Kur für das Immunsystem?

Antibiotikatherapien, eine ungesunde Ernährung, Stress oder Erkrankungen – es gibt vieles, was dem Multikulti-Mix im Darm und damit dem darmassoziierten Immunsystem zusetzt. Je nach vorliegender Situation kann es deshalb sinnvoll sein, mit einem speziell dafür ausgewählten obioticum eine Darmbakterien-Kur für das Immunsystem durchzuführen. Der Vorteil von Probiotika ist, dass Anwender*innen ganz genau nachvollziehen können, wie viel der nützlichen „Darmnahrung“ sie ihrem Immunsystem zuführen.

Für den allgemeinen Darmaufbau und zur Darmsanierung für Erwachsene hat sich ein Mix aus 11 verschiedenen, speziell ausgewählten Bakterienstämme, die mit Ballaststoffen aus der Guarbohne und Kakaobohnen-Exktrakt kombiniert werden, bewährt (z. B. in Innovall (R) DAILY biotic+). Besonders praktisch: die praktischen Portionsbeutel eignen sich auch optimal für unterwegs.

Bei einer Darmbakterien-Kur für das Immunsystem von Kindern ist es notwendig, ein Innobioticum auszuwählen, das für das kindliche Immunsystem die passenden „Trainingspartner“ zur Verfügung stellt (z. B. in Innovall (R) AID). Denn ohne Darmflora funktioniert auch  das darmassoziierte Immunsystem nicht, das bei Kindern ja erst noch heranreifen muss.12 Das ist auch der Grund, warum kleinere Kinder besonders häufig krank sind (vor allem Atemwegsinfekte).

FAQ

Das darmassoziierte Immunsystem (kurz: GALT) besteht aus lymphatischen Strukturen und Immunzellen. Mithilfe des Blut- und Lymphsystems informiert das clevere System auch andere Abwehrzentren außerhalb des Darms.
Das Immunsystem kann sich durch verschiedene innere und äußere Einflüsse geschwächt zeigen. Vor allem die Darmflora ist eng mit der Immunkraft verknüpft. Herrscht ein Ungleichgewicht in der Darmflora (Dysbiose), kann dies auch das Immunsystem beeinträchtigen.
Eine abwechslungsreiche, gesunde und ballaststoffreiche Ernährung, ausreichend Bewegung, ein gesunder Lifestyle und für die spezifischen Bedürfnisse ausgewählte mikrobiotische Präparate können die Darmflora stärken.