So stärken Sie Ihr Immunsystem: Ernährung & Tipps

Die Ernährung bestimmt ganz wesentlich darüber, wie effektiv Krankheitserreger abgewehrt werden können. Schließlich ist der menschliche Organismus auf zahlreiche mit der Nahrung aufgenommene Vitamine, Mineralstoffe, Aminosäuren und Omega-3-Fettsäuren angewiesen, um die Körperfunktionen reibungslos ablaufen zu lassen. Daran schließen sich viele Fragen an: Welche Nährstoffe sind wichtig und reicht eine ausgewogene Ernährung aus? Wie viel ist genug und weshalb sollte der Darm besonders gepflegt werden? Werden diese und weitere Fragen geklärt, ist es möglich, das Immunsystem entscheidend zu stärken. 

Das Wichtigste in Kürze

  • Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Omega-3-Fettsäuren und sekundäre Pflanzenstoffe setzen sich für die körpereigene Abwehr ein.
  • Immunstärkende Lebensmittel sind Grünkohl, Kürbiskerne, Naturjoghurt, Kurkuma und Ingwer.
  • Der Darm ist das größte Immunorgan im Körper, hier befinden sich 80% der menschlichen Immunzellen
  • Der Darm ist mit anderen Schleimhäuten immunologisch vernetzt und so u.a. auch für die Immunabwehr in den Atemwegen relevant.
  • Die Darmflora ist für die Regulierung des Darm-assoziierten Immunsystems zuständig.
  • Ausgewählte mikrobiologische Präparate steigern das Wohlbefinden und unterstützen das Immunsystem.

Immunsystem-Aufbau: die Macht der Ernährung

Es gibt zahlreiche Schlupflöcher für Viren, Bakterien, Pilze und Parasiten. Sie gelangen über Körperöffnungen oder Verletzungen in den Organismus. Glücklicherweise kann der Körper zahlreiche Abwehrmaßnahmen ergreifen, um die Eindringlinge zu eliminieren. Hier ist in erster Linie das Immunsystem wichtig, damit unerwünschten Gästen erst überhaupt keine Angriffsfläche geboten wird. Lymphatische Organe, Immunzellen und Haut- sowie Schleimhautbarrieren arbeiten tagtäglich daran, den Körper vor Angriffen zu schützen. Um diese wichtige Aufgabe zu erfüllen, benötigt das Immunsystem jedoch Nährstoffe und eine gesunde Darmflora (auch Mikrobiota genannt). Sie steigern das Wohlbefinden, sind wichtig für das Herz-Kreislauf-System und eine wertvolle Hilfe für ein schwaches Immunsystem. Mithilfe von Vitamin A, C, Eisen, Selen und Co. aus einer gesunden Ernährung können die Immunprozesse unterstützt werden. Die Nährstoffe sorgen beispielsweise dafür, dass Immunzellen hergestellt und geschützt werden. Zudem sind sie wichtig, um die verschiedenen Bestandteile des Abwehrsystems aufzubauen oder zu pflegen. Mit einer intakten Darmflora gelingt es u.a., Viren und Pilzen den Platz zu entziehen, die Immunabwehr zu stärken und wichtige Vitamine herzustellen.

Gut zu wissen!

Der Darm ist der zentrale Sitz des Immunsystems, in seinem Gewebe findet  man rund 80 % der Immunzellen. Zudem setzen sich gute Darmbakterien dafür ein, dass Krankheitserreger keinen Schaden anrichten. Mikrobiotika können die fleißigen Helfer bei ihrer Arbeit unterstützen.

Bunt, frisch und vielfältig – das kommt beim Immunsystem gut an. 

Stärkung Immunsystem: diese Nährstoffe sind wichtig

Es gibt zahlreiche Nährstoffe. Dazu zählen Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette. Eine gesunde Ernährung deckt meistens den notwendigen Bedarf aller Mikronährstoffe und Makronährstoffe ab. Nicht alle Nährstoffe sind gleichermaßen wichtig für das Immunsystem. Allerdings hält sich das Gerücht hartnäckig, dass lediglich Vitamine nötig sind, um das Immunsystem zu stärken. Hausmittel, die auch als Immunsystem-Kur verwendet werden, setzen schon lange nicht mehr nur auf heiße Zitronen oder Honig. Auch aktuelle Studien und die Einschätzung der European Food and Safety Authority (EFSA) kommen zu dem Schluss, dass viele verschiedene Nährstoffe das Immunsystem stärken. Kinder können davon ebenso profitieren wie Erwachsene.

Immunsystem stärken mit Vitamin A

Vitamin A ist den meisten Menschen als Augenvitamin bekannt. Tatsächlich ist es wichtig, um die Sehkraft aufrechtzuerhalten. Allerdings erfüllt es auch einen wichtigen Zweck mit Blick auf das Immunsystem, denn es trägt dazu bei, Haut und Schleimhäute fit zu machen. Diese wiederum stellen die wichtigsten äußeren Barrieren gegen Krankheitserreger dar. Die Vorstufe von Vitamin A, Betacarotin, besitzt zudem antioxidative Eigenschaften.1

Immunsystem stärken mit B-Vitaminen

„B-Vitamine“ ist ein Oberbegriff für acht unterschiedliche Verbindungen. Vitamin B9 (Folat oder Folsäure), Vitamin B12 und Vitamin B6 sind besonders wichtig, um das Immunsystem zu stärken. Sie stecken in vielen Lebensmitteln, aber werden auch alle von den Darmmikroben im Dickdarm produziert.2

Die B-Vitamine im Dickdarm erfüllen viele wichtige Funktionen im Körper, auch wenn sie nicht alle in den Blutkreislauf aufgenommen werden:3

1) Sie sind Nährstoffe für den Mensch und die Darmflora

2) Sie dienen als Regulatoren der Immunzellaktivität

3) Sie sind wichtig für die Wirksamkeit mancher Arzneimittel

4) Sie fördern „gute“ und hemmen die Besiedlung durch krankmachende Bakterien

Der Darm profitiert von außerdem von den B-Vitaminen, da sie entscheidend an der Zellteilung und am Zellwachstum beteiligt sind. Das wirkt sich am Ende natürlich auch auf die Immunzellen aus. Die Versorgung mit B-Vitaminen stellt mit einer gesunden Ernährung prinzipiell kein Problem dar. Einzige Ausnahme ist Vitamin B12, das vor allem in tierischen Produkten steckt. Vegetarier und Veganer sollten daher auf alternative Quellen wie fermentierte Lebensmittel ausweichen. Sauerkraut, Kimchi und Co. enthalten die durch bakterielle Gärung Vitamin B12.4 Studien haben gezeigt, dass Sauerteig auf Basis von Weizenkleie durch die Fermentation mit speziellen Bakterien genügend Vitamin B12 enthält, um ernährungsphysiologisch bedeutsam zu sein. Damit könnte auch Veganern eine ausreichende und sichere B12-Zufuhr direkt aus getreidebasierter Nahrung garantiert werden.5

Immunsystem stärken mit Vitamin C

Vitamin C ist ein Powerstoff für das Immunsystem. Das liegt daran, dass er antioxidativ wirkt. Dadurch, dass Vitamin C freie Radikale einfängt, werden unter anderem die Zellen des Immunsystems geschützt. Dem Nährstoff kommt aber noch eine weitere Aufgabe zu. Vitamin C ist in der Lage, die Fresszellen der Immunabwehr zu aktivieren. Sie verdienen ihren Namen deshalb, weil sie einen unerwünschten Eindringling umschließen und auflösen können.1

Immunsystem stärken mit Vitamin D

Vitamin D ist eigentlich gar kein Vitamin, sondern eine Hormonvorstufe. Es muss auch nicht wie andere Vitamine über die Ernährung aufgenommen werden, sondern kann vom Körper selber gebildet werde, wenn ausreichend Sonnenstrahlen auf die Haut treffen. Der Nährstoff spielt eine wichtige Rolle für das Immunsystem, da er Immunzellen wie den Fresszellen und den Lymphozyten bei der Arbeit unter die Arme greift. Auf der anderen Seite geht man davon aus, dass Vitamin D eine ausgelöste Immunantwort verträglicher macht. Das bedeutet, ein Mangel an Vitamin D kann unter Umständen zu einer Überreaktion des Immunsystems und Entzündungen führen.[vi]

Chronische Erkrankungen stellen Patienten*innen und Ärzte*innen vor eine Herausforderung. Je nachdem, um welche Krankheit es sich handelt, gilt es Beschwerden zu lindern oder Einschränkungen aufzuheben. Natürlich spielt auch die Lebensqualität eine entscheidende Rolle. Genau an dieser Stelle setzt die Disease-Management- Programm Definition an. Disease-Management-Programme, kurz DMP, sind strukturierte Behandlungsprogramme. Sie haben das Ziel, Patienten*innen dabei zu helfen, mit ihrer Krankheit zu leben. Zudem soll die ärztliche Behandlung verbessert werden, indem unter anderem nach dem aktuellen Forschungsstand (evidenzbasierte Medizin) therapiert wird.2

Sonne macht gute Laune und regt die Vitamin-D-Bildung im Körper an.

Übersicht zu den wichtigsten Vitaminen für das Immunsystem:

VitaminEigenschaftenLebensmittelAnmerkungen
Vitamin AUnterstützt Haut und Schleimhäute, wirkt antioxidativ.Leber, Eier, Milch, Milchprodukte. Betacarotin wird im Körper zu Vitamin A umgewandelt. Es steckt in Obst und Gemüse wie Tomaten, Spinat und Karotten.
Vitamin B9 (Folsäure), B6, B7 (Biotin), B12Regen das Zellwachstum und die Zellteilung an.Folsäure steckt in dunkelgrünem Blattgemüse, Vitamin B12 in tierischen Produkten wie Fleisch, Milch und Eiern. Vitamin B6 kann mit Fisch, Kartoffeln und Nüssen aufgenommen werden.Vegetarier und Veganer können einen Mangel an Vitamin B12 aufweisen, da es vornehmlich in tierischen Produkten steckt. Ein Nahrungsergänzungsmittel oder fermentierte Lebensmittel schaffen Abhilfe.
Vitamin CWirkt antioxidativ, aktiviert die körpereigenen Fresszellen.Beeren, Paprika, Kohlgemüse, Zitrusfrüchte.Vitamin C kann die Aufnahme von Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln verstärken.
Vitamin DUnterstützt Fresszellen und Lymphozyten. Nimmt Einfluss auf entzündungsfördernde Proteine.Lachs, Hering, Makrelen, Ei, Steinpilze.Vitamin D wird primär über die Haut synthetisiert. Lebensmitteln decken nur einen überschaubaren Teil des Bedarfs.

Exkurs: Warum sind antioxidative Eigenschaften so wichtig?

Häufig werden auch im Zusammenhang mit dem Immunsystem die antioxidativen Eigenschaften von Lebensmitteln angepriesen. Tatsächlich können sie dabei helfen, das Immunsystem zu stärken. Als Kur oder regelmäßiger Bestandteil der Ernährung unterstützen sie den Körper dabei, freie Radikale abzufangen. Das sind aggressive Sauerstoffmoleküle. Sie entstehen im Rahmen von normalen Körperabläufen, zum Beispiel, wenn das Immunsystem im Abwehrmodus ist. Zudem können Sie durch die UV- Einstrahlung und Zigarettenkonsum entstehen. Freie Radikale sind problematisch, da sie Einschätzungen zur Folge chronische Erkrankungen begünstigen oder den Alterungsprozess vorantreiben können. Der Körper besitzt zwar eigene Puffersysteme, um freie Radikale abzufangen und unschädlich zu machen. Antioxidantien sind jedoch eine wertvolle Hilfe, da sie den Prozess unterstützen.

Immunsystem aufbauen mit Zink

Zink leistet einen wichtigen Beitrag bei der Wundheilung und somit auch zur Stärkung der äußeren Hautbarriere. Das Spurenelement unterstützt zudem die Heranreifung ausgewählter Immunzellen. Der Zinkbedarf kann mit einer ausgewogenen Ernährung gut gedeckt werden.1

Immunsystem aufbauen mit Eisen

Wenn zu wenig Eisen aufgenommen wird, macht sich das auch am Immunsystem bemerkbar. Die Fresszellen sind nicht mehr so aktiv. Außerdem setzt sich der Organismus nicht mehr so stark dafür ein, Antikörper oder Lymphozyten zu produzieren. Das kann sich am Ende auch auf die Infektanfälligkeit auswirken.1

Immunsystem aufbauen mit Kupfer

Kupfer ist ein sehr spannendes Spurenelement, da es antimikrobielle Eigenschaften besitzt. Wenn zu wenig Kupfer im Organismus vorliegt, kann sich das auf die Immunpartner Neutrophile, T-Lymphozyten, Makrophagen und natürliche Killerzellen auswirken.7

Immunsystem aufbauen mit Selen

Es gibt zahlreiche Enzyme, die ohne Selen nicht auskommen. Als wichtiger Bestandteil tragen sie zum Zellschutz bei. Selen nimmt einen positiven Einfluss auf das angeborene und erworbene Immunsystem. Eine regelmäßige Aufnahme ist daher empfehlenswert.8

Übersicht über die wichtigsten Mineralstoffe und Spurenelemente für das Immunsystem:

Mineralstoff oder SpurenelementEigenschaftenLebensmittelAnmerkungen
ZinkTrägt zum antioxidativen Schutz bei, lässt Immunzellen heranreifen, stärkt die äußere Barriere.Fleisch, Milch, Käse, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte.Eine ausgewogene Ernährung liefert in der Regel genügend Zink.
EisenGestaltet die Fresszellen aktiv, unterstützt den Körper bei der Bildung von Lymphozyten und Antikörpern.Leber, Haferflocken, Hülsenfrüchte, Leinsamen.Tierisches Eisen kann der Organismus besser aufnehmen. Vitamin C kann die Aufnahme von pflanzlichem Eisen verstärken.
KupferBeeinflusst die Anzahl zahlreicher Immunzellen, wirkt antibakteriell.Nüsse, Hülsenfrüchte, Käse.Wird sehr viel Zink aufgenommen, kann es zu einem Kupfermangel kommen.
SelenTrägt zum Zellschutz bei.Hering, Thunfisch, Nüsse.Selen sollte am besten täglich auf dem Speiseplan stehen.

Immunsystem aufbauen: Ernährung mit sekundären Pflanzenstoffen & Omega-3-Fettsäuren

Die elementaren Nährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sollten unbedingt auf dem Speiseplan stehen. Auf diese Weise isst das Immunsystem gleich mit. Forscher haben jedoch herausgefunden, dass auch sekundäre Pflanzenstoffe und Omega-3-Fettsäuren eine Rolle für die körpereigene Abwehr spielen. 

  • Sekundäre Pflanzenstoffe: Darunter verstehen Ernährungsexperten Duft-, Farb- oder Aromastoffe, die in Pflanzen stecken. Sie dienen der Pflanze dazu, Freunde anzulocken oder Feinde zu verschrecken. Bei ausgewählten sekundären Pflanzenstoffen wie Polyphenolen, Carotinoiden und Flavonoiden gibt es mittlerweile Belege dafür, dass sie entzündungshemmend wirken. Zudem können sie das Immunsystem ankurbeln.1,[iii]
  • Omega-3-Fettsäuren: Mittlerweile ist klar, Fett ist nicht gleich Fett. Insbesondere die Omega-3-Fettsäuren werden als große Bereicherung für die Ernährung gesehen. Sie unterstützen unter anderem das Herz-Kreislauf-System und das Gehirn. Die Eicosapentaensäure (EPA) und die Docosahexaensäure (DHA) gehören zu den wichtigsten Vertretern. Wissenschaftler nehmen an, dass auch Omega-3-Fettsäuren sich positiv auf das Immunsystem auswirken. Eine besonders gute Quelle sind fettreiche Kaltwasserfische. Dazu zählen Hering, Thunfisch und Lachs. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät dazu, zweimal pro Woche Fisch auf den Speiseplan zu setzen.10

Welche Lebensmittel stärken das Immunsystem?

Einige Lebensmittel sind als wahre Immunbooster bekannt. Sie enthalten wertvolle Nährstoffe und Substanzen, die Krankheitserreger vertreiben können.

1.    Ingwer

Der Wurzel werden entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften zugeschrieben. Zudem soll die tolle Knolle das Bakterienwachstum eingrenzen. Ingwer ist auch immer eine gute Empfehlung bei Problemen mit der Verdauung oder bei Übelkeit. Die Wurzel kann in zahlreichen Gerichten verarbeitet oder als Tee zubereitet werden. Dafür werden einfach vier dünne Scheiben Ingwer mit kochendem Wasser übergossen. Die Ziehzeit beträgt 10 Minuten.

2.    Grünkohl

Grünkohl ist ein heimisches Superfood, das mit einem hohen Ballaststoffanteil ausgestattet ist. Ein Gaumenschmaus für die Darmflora. Zudem befinden sich darin viele sekundäre Pflanzenstoffe und Antioxidantien. Auch Betacarotin befindet sich im Grünkohl, das sich stärkend auf die Schleimhäute und Zellen auswirkt. Davon profitiert das Immunsystem ebenfalls.

3.    Fermentierte Lebensmittel

Ein „pro“ für ein starkes Immunsystem bekommen hochwertige fermentierte Lebensmittel, denn sie enthalten probiotische Bakterien.14 Die Bakterien sind v.a. für die Fermentation – einen Gärungsprozess bei der Lebensmittelverarbeitung – notwendig. Diesen Vorgang macht man sich zum Beispiel für frisches Sauerkraut, Natur-Joghurt, Kefir, Miso, Kombucha oder das koreanische Gericht Kimchi zu Nutze.

>> Mehr dazu: Darmflora aufbauen durch Ernährung

Wichtig!
Fermentierte Lebensmittel in Dosen, Gläsern und Tüten aus dem Supermarkt sind zur Konservierung fast immer pasteurisiert, erhitzt und im wahrsten Sinne des Wortes steril. Achten Sie beim Kauf darauf, auf unpasteurisierte fermentierte Lebensmittel zurückzugreifen. Diese findet man meistens in Biomärkten, Reformhäusern oder auf Bauernmärkten.

Das Superfood Kimchi ist die traditionelle Zubereitung von Chinakohl durch Milchsäuregärung und stärkt aktiv Ihr Immunsystem. 

4.     Kurkuma

Kurkuma wird in der chinesischen und indischen Medizin schon seit Jahrtausenden eingesetzt. Kurkuma ist mit dem Ingwer verwand und enthält insbesondere Curcumin. Diese Substanz kann dem Immunsystem unter die Arme greifen, denn es wirkt von Natur aus entzündungshemmend. Zudem wird Kurkuma nachgesagt, dass es eine fiebersenkende Wirkung besitzt.

5.    Kürbiskerne

Kürbiskerne werden häufig mit der Blasengesundheit in Verbindung gebracht. Tatsächlich besitzen die kleinen Kerne aber auch eine ganze Reihe an relevanten Nährstoffen für das Immunsystem. Zunächst vereinen Kürbiskerne Omega-3-Fettsäuren. Darüber hinaus sind sie mit Betacarotin und Zink ausgestattet. Die winzigen Helfer können also durchaus dazu beitragen, das Immunsystem fit zu halten.

Immunsystem stärken mit Vitamin-Tabletten

Viele Menschen haben ein Interesse daran, ihr Immunsystem zu stärken. Natürlich spielt die Ernährung dabei eine übergeordnete Rolle. Sie stellt schließlich viele Substanzen bereit, damit es nicht zu einem Vitaminmangel kommt. Nicht immer ist es jedoch möglich, ausreichend Nährstoffe aufzunehmen. Ein hektischer Alltag, verbunden mit einer einseitigen Ernährung oder Krankheiten wie chronisch-entzündliche Darmerkrankungen können die Versorgung schwieriger gestalten. Wer dann nach dem Stichwort: „Immunsystem aufbauen Kur“ sucht, bekommt allerhand Präparate vorgeschlagen. Corona hat zu der Nachfrage wesentlich beigetragen. In der Regel handelt es sich dabei um Nährstoffkomplexe, wie z.B. basic-immun aus der Apotheke. Für eine hochwertige Immunkur mit Mikronähstoffen oder mit den beliebten Schüssler-Salze werden Sie am besten in der Apotheke beraten.

Durch die Corona-Pandemie beschäftigen sich mehr Menschen mit dem Immunsystem.

Mehr Kult im Darm: Darmflora aufbauen

Wer nach den Suchbegriffen „Immunsystem stärken Tipps“ oder „Immunsystem stärken Medikament“ sucht, wird am Darm nicht vorbeikommen. Immer häufiger werden Erfahrungen zu einer Immun-Kur des Darms geteilt. Kein Wunder, denn das größte innere Organ ist auch das größte Organ des Immunsystems. 

Der Darm ist Heimat für zahlreiche Mikroorganismen. Untersuchungen zeigen, dass jeder Mensch ca.  39 Billionen Bakterien im Darm beherbergt.11 Das sind mehr als es Sterne in der Milchstraße gibt. Tatsächlich hat jeder Mensch eine andere Zusammenstellung der Darmflora – einen eigenen Mikrobiom-Fingerabdruck. Mikroorganismen wie Bakterien, Pilze oder Viren haben aber nicht nur Gutes im Sinn. So gibt es auch Vertreter, die Krankheiten auslösen können. Sofern die Bakterien einer gesunden Darmflora aber die Oberhand behalten, müssen die Träger der Darmbewohner nichts befürchten. Im Darmgewebe befindet sich der Großteil der Immunzellen, die mit den Darmbakterien zusammen daran arbeiten, Krankheitserreger auf Abstand zu halten und Entzündungsreaktionen einzudämmen. Der Darm ist somit die Zentrale des Immunsystems, die durch die Darmflora gesteuert wird. Ein gesunder Darm trägt maßgeblich zu einem starken Immunsystem bei.

Eine gesunde Darmflora:

  • steuert über Botenstoffe die Immunabwehr
  • unterstützt bei der Verdauung von Nahrung.
  • produziert Vitamine die der Mensch nicht selber herstellen kann (z.B. Vitamin K, B1, B2, B5, B7, B12 und Folsäure) 
  • verwertet unverdauliche Ballaststoffe und produziert dabei kurzkettige Fettsäuren (z.B. Milchsäure oder Buttersäure), die die Darmbarriere intakt halten.
  • baut Giftstoffe ab
  • verdrängt Krankheitserreger durch Bildung von antimikrobiell wirkende Substanzen, Konkurrenz um Nährstoffe und Anheftungsstellen an der Darmwand.

Wer an einer Immunsystem-Kur (Apotheke und Co.) denkt, sollte daher auch den Darm nicht vergessen.

Das Immunsystem im Darm kann durch Antibiotika negativ beeinflusst werden. 

Immunsystem aufbauen nach Antibiotika: Mikrobiotika können helfen

Der Darm ist der Mittelpunkt des Immunsystems. Hier bündeln sich wichtige Abläufe der körpereigenen Abwehr. Das größte innere Organ beherbergt ca. 80 % der Immunzellen und unterstützt somit den Kampf gegen Krankheitserreger. Dabei wird das Immunsystem von der natürlichen Darmflora unterstützt. Sie sorgt dafür, dass unser Immunsystem effektiv auf Viren und Bakterien reagieren kann und unsere Abwehrkräfte so gestärkt sind.

Dies tun sie beispielsweise, indem sie Substanzen freisetzen, die antibakterielle Eigenschaften besitzen oder Botenstoffe für das Immunsystem sind und dieses so modulieren. Darmbakterien stimulieren und trainieren das Immunsystem und regen die Antikörper-Produktion an.

Eine Studie zeigte, dass wir ohne Darmflora vermutlich auch kein Immunsystem hätten. Mäuse, die aufgrund einer starken Antibiotikbehandlung keine Darmflora mehr hatten und mit einem Virus infiziert wurden, zeigten eine geschwächte Immunantwort mit einem schlimmeren Krankheitsverlauf als die Mäuse mit intakter Darmflora.12 Um das Immunsystem nach Antibiotika zu stärken, sollte der Darm gepflegt werden. Dazu trägt insbesondere eine nährstoffreiche und pflanzenbetonte Kost (enthält Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe) bei. Faktoren wie Stress oder andere Medikamente können der Darmflora ebenfalls zusetzen. Mit ausgewählten Mikrobiotika kann es gelingen, die Balance wiederherzustellen. Innovall® AID enthält zehn natürlich im menschlichen Darm vorkommende Bakterienkulturen. Sie sind überlebens- und vermehrungsfähig. Einmal täglich wird das Pulver in Wasser eingerührt und getrunken werden. Die Darmflora kann so dabei unterstützt werden, dem Immunsystem bei seinen Aufgaben zu helfen.

Immunsystem stärken: 5 Tipps

  1. Gesunde, abwechslungsreiche Ernährung mit vielen pflanzlichen Lebensmitteln
  2. Fermentierte Lebensmittel (z.B. nicht konserviertes Sauerkraut, Kimchi) unterstützen die Darmflora auf natürliche Weise.
  3. Ausreichend Bewegung an der frischen Luft fördert die Verdauung und liefert Vitamin D über das Sonnenlicht.
  4. Immunkur: Mit Darmreinigung und Darmsanierung das Immunsystem aufbauen
  5. Ausgewählte mikrobiologische Präparate (Mikrobiotika) können die Immunabwehr unterstützen, indem die das Darm-assoziierte Immunsystem regulieren.

 

 

Wer sein Immunsystem gezielt und kontrolliert durch gesundheitsfördernde Mikroorganismen stärken möchte, sollte immer auf hochwertige und ausgewählte mikrobiologische Präparate aus der Apotheke setzen. Wo man hochwertige Probiotika kaufen kann, sehen Sie hier >> Apothekenfinder

Immunsystem bei Kindern stärken

Kleinkinder sind durchschnittlich 10 x im Jahr erkältet. Meist handelt es sich um eine harmlose Infektion der Schleimhäute der oberen Atemwege (Hals, Rachen, Nasenhöhle und Nasennebenhöhlen). Typische grippeähnliche Erkältungssymptome sind:

  • Schnupfen
  • Niesen
  • Husten
  • erhöhte Temperatur
  • Halsschmerzen
  • Gereiztheit 
  • Schlafprobleme.

Die Verursacher von Erkältungen sind zu 90 % Viren, und gegen Viren sind Antibiotika machtlos. Medikamente, die Erkältungsviren direkt bekämpfen gibt es nicht. Gängige Erkältungsmittel dienen der Symptomlinderung (z.B. Schmerzlinderung, Fiebersenkung). Bewährte Hausmittel (Ruhe, Schlaf, Kräutertees, Inhalation, frische Luft, leichtes vitaminreiches Essen) verschaffen meist Linderung.

Warum sind Kinder so oft erkältet?

Wie die Kinder selbst, so ist auch ihr Immunsystem noch in der Lernphase und kennt daher noch sehr wenige Krankheitserreger. Dies begünstigt häufige Infekte. In den ersten 3 Lebensmonaten ist das Kind noch durch Abwehrstoffe der Mutter geschützt. Danach kann es selbst Abwehrstoffe bilden und sich an bestimmte Erreger erinnern. Hierfür muss es aber erst einmal auf diese treffen. Nach jedem Erstkontakt mit  einem Erreger bildet das Immunsystem sog. Gedächtniszellen – Immunzellen, die sich an Krankheitserreger „erinnern“.

Nach und nach merkt sich das kindliche Immunsystem in den nächsten Jahren die charakteristischen Eigenschaften diverser Erreger (med.: Aufbau des immunologischen Gedächtnisses). Bis die häufigsten Erreger abgespeichert sind, dauert es jedoch Jahre. Daher sind vermehrte Infekte in der Kindheit normal.

Trainer für ein starkes Immunsystem

Um perfekt zu reifen, benötigt das kindliche Immunsystem jede Menge Trainingspartner!

  1. Dazu gehört vor allem die Darmflora (Mikrobiota). Sie baut sich in den ersten 3 Lebensjahren auf und ist nicht nur für die Verdauung wichtig, sondern agiert auch als Trainer für das Immunsystem. Die Forschung hat gezeigt, dass unsere Immunzellen ohne den Kontakt mit Bakterien im Darm wichtige Abwehrfunktionen gar nicht ausführen können.
  2. Außerdem ist der Kontakt mit Umgebungskeimen z. B. Bakterien, Viren und Pilzen enorm wichtig für das Immunsystem. Es ist also kein Zufall, wenn sich Kleinkinder alles in den Mund stecken, denn am Darm sitzen 80 % der Immunzellen.
  3. Zusätzlich stimulieren auch körperfremde Stoffe wie z.B. erste feste Nahrung oder Tierhaare das kindliche Immunsystem. Nur wenn das kindliche Immunsystem üben kann, weiß es, wogegen es in der Zukunft ankämpfen soll.

Mikrobiotika unterstützen das kindliche Immunsystem

Ausgewählte Bakterienstämme mit besonderen Eigenschaften sind in der Lage, das Immunsystem so zu aktivieren und zu regulieren, dass es schnellerund effektiver auf eindringende Viren reagieren kann. Erkältungssymptome können dann frühzeitig verhindert oder abgeschwächt werden. Als besonders wirksam im Kampf gegen Erkältungsviren hat sich die Kombination der beiden Bakterienstämme Lactobacillus acidophilus NCFM® und Bifidobacterium lactis Bi-07® (enthalten in Innovall® AIR) erwiesen.

Nach und nach merkt sich das kindliche Immunsystem in den nächsten Jahren die charakteristischen Eigenschaften diverser Erreger (med.: Aufbau des immunologischen Gedächtnisses). Bis die häufigsten Erreger abgespeichert sind, dauert es jedoch Jahre. Daher sind vermehrte Infekte in der Kindheit normal. Eine klinische Studie belegt, dass das kindliche Immunsystem – durch das Training mit diesen spezifischen Bakterienstämmen – Erkältungsviren deutlich effektiver bekämpfen kann. Die Folge: Erkältungssymptome treten deutlich seltener auf und im Falle einer Erkältung ist die Krankheitsdauer kürzer.13

FAQ

Wie kann ich mein Immunsystem stärken?

Eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung ist die Basis für ein starkes Immunsystem. Bei Mangelzuständen kann ein Nahrungsergänzungsmittel empfehlenswert sein. Außerdem sind sportliche Betätigungen und ein gutes Stressmanagement wichtig. Da die Darmflora für ein starkes Immunsystem bedeutend ist, ist die Darmpflege elementar. Joghurt, fermentierte Lebensmittel oder spezifisch ausgewählte Mikrobiotika können das Gleichgewicht der dort lebenden Darmbakterien erhalten und das Immunsystem fit halten.

Immunsystem stärken mit Homöopathie: Geht das?

Für die Unterstützung des Immunsystems stehen bewährte Heilpflanzen zur Verfügung. Homöopathische Mittel enthalten meist pflanzliche Wirkstoffe aus Echinacea (roter Sonnenhut), Eupatorium (Wasserdost),Thuja (Lebensbaum) und Bryonia (Zaunrübe). Die einzigartige Rezeptur auf pflanzlicher Basis findet man z.B. im homöopathischen Arzneimittel Echtrosept.

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Was bringen sekundäre Pflanzenstoffe für das Immunsystem?

Sekundäre Pflanzenstoffe dienen der Pflanze eigentlich als Schutz und tragen z.B. dazu bei, erwünschte Insekten anzulocken. Untersuchungen zeigen, dass sie ein antioxidatives Potenzial besitzen und somit freie Radikale einfangen können. Sie werden wie Ballaststoffe v.a. im Dickdarm von den Bakterien als Futter genutzt und haben damit auch einen präbiotischen Effekt. Daher ist eine abwechslungsreiche Kost mit vielen sekundären Pflanzenstoffen empfehlenswert.