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Was hilft gegen Blähungen? Ursachen und alle Hausmittel! 

Ständig Blähungen? Darmwinde, auch Flatulenz genannt, sind immer noch ein Tabuthema. Dabei ist es ganz natürlich, dass vor allem nach dem Essen vermehrt Luft im Bauch entsteht. Dennoch können Blähungen unangenehm bis hoch peinlich oder sogar krankhaft sein. Erfahren Sie hier, woher die Blähungen kommen, wie sie Blähungen vermeiden können oder extreme Blähungen behandelt werden. 

Das Wichtigste in Kürze: 

  • Die meisten Gase im Darm entstehen durch Verschlucken von Luft und durch bakterielle Verdauung. 
  • Für übermäßige Darmwinde gibt es viele Ursachen, die sich häufig auch vermeiden lassen. 
  • Eine gesunde Darmflora ist bei der Behandlung von Blähungen entscheidend. 
Übelriechende Blähungen können auf Dauer sehr unangenehm und peinlich sein 

Blähungen oder Blähbauch, was ist der Unterschied? 

Übermäßige Gasansammlung im Bauch kann auch zu einem Blähbauch (Meteorismus) führen – das angesammelte Gas wölbt die Bauchdecke nach außen und dehnt dadurch die Darmwände (abdominelle Distension).1 Diese Dehnung kann bei manchen Menschen die sensiblere Darmwände haben, zu starken Bauchschmerzen beitragen. Ein Blähbauch kann, durch zu viel Luft im Bauch, mit Beschwerden wie übermäßiges Aufstoßen oder Blähungen einhergehen und einige Minuten oder den ganzen Tag anhalten. Bei anderen fühlt es sich so an, als würde die Luft im Bauch nicht herauskommen, also wie ein Blähbauch ohne Blähungen. 

Meist treten Blähbauch und Blähung nach dem Essen oder bei Verzehr bestimmter Nahrungsmittel auf. Aber auch Stress oder Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts können Ursachen sein. 

Ab wann sind Flatulenzen krankhaft?  

Blähungen sind in der Regel ganz natürlich und harmlos. Darmgase entstehen zum Beispiel im Zusammenspiel von Nahrung und Darmbakterien (Mikrobiota). Die gewöhnliche Anzahl der Flatulenzen ist sehr individuell. Im Durchschnitt sind bis zu 20 Pupse am Tag ganz normal (circa 200 bis 2 000 ml Gas/Tag).2,3 Jeder empfindet Blähungen jedoch unterschiedlich belastend. Hinter starken Blähungen allein steckt meist aber nichts Besorgniserregendes – sie weisen im Allgemeinen auf ein Ungleichgewicht im Verdauungssystem hin. 

Sollten Sie eine ungewöhnliche Veränderung in Ihrem Bauch bemerken oder die übermäßigen Blähungen Ihr Leben beeinflussen, kann der Besuch bei einem Arzt sinnvoll sein, um mögliche Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes auszuschließen. Denn wenn übelriechende Blähungen zusammen mit anderen Beschwerden wie Bauchschmerzen, Durchfall oder Blut im Stuhl auftreten, könnten die Blähungen Symptome einer Krankheit sein. 

Nur selten steckt eine ernsthafte Erkrankung dahinter. In folgenden Fällen sollte man jedoch zum Arzt gehen: 

  • Die Blähungen gehen mit starken Bauchschmerzen, Erbrechen und verändertem Stuhlgang oder Blut im Stuhl einher. 
  • Flatulenzen treten immer wieder in bestimmten Zusammenhängen auf. 
  • Tagelange Blähungen über einen längeren Zeitraum. 

Blähungen – Ursache  

Das Gas im Magen-Darm-Trakt resultiert überwiegend aus dem Verschlucken von Luft (circa 2500 ml/Tag) sowie aus intestinaler Gasbildung bei der Verdauung.3 Denn das Gas wird von kleinen Blutgefäßen aufgenommen, zur Lunge transportiert und über die Atmung abgegeben. Ein kleiner Teil verlässt den After als Darmwind, meistens sogar völlig geruchslos und unbemerkt. Ständiges Pupsen ist dagegen die Folge von zu viel Gasen im Magen-Darm-Trakt. Diese können nicht in den Blutkreislauf aufgenommen werden und müssen auf einem anderen Weg entweichen. Die Ursachen für Blähungen sind dennoch vielfaltig.4

Verschlucken von Luft (Aerophagie) 

Das Schlucken von Luft und damit deren unbeabsichtigte Aufnahme in den Magen-Darm-Trakt werden als Aerophagie bezeichnet. Es ist völlig normal, beim Atmen und Essen Luft zu schlucken (circa 2500 ml/Tag). Wird im Magen-Darm-Trakt jedoch vermehrt Luft angesammelt, kann es zu Aufstoßen (Ruktus), Blähungen, Blähbauch und Bauchschmerzen kommen.5

Überschüssige Luft kann außerdem verschluckt werden durch:6

  • Kaugummi kauen 
  • Rauchen 
  • schnelles, hastiges Essen oder Trinken 
  • schnelles, hastiges Sprechen 
  • locker sitzende Zahn-Prothesen  
  • hastiges, ungründliches Kauen – wenn man unzerkaute große Nahrungsstücke schluckt, schluckt man auch mehr Luft 
  • Schlucken von großen Flüssigkeitsmengen 

Blähungen – Lebensmittel  

Am häufigsten treten Blähungen nach dem Essen auf, denn die Bildung von Darmgasen ist ein normaler Vorgang bei der Verdauung. Die Ursache von übermäßiger Gasbildung können ballaststoffreiche bzw. blähende Lebensmittel sein, die durch Verdauungsenzyme im Darm Trakt nicht vorverdaut werden können und erst von gasbildenden Bakterien im Dickdarm zersetzt werden. Zu den blähenden Lebensmitteln zählen: 

Ein bekanntes blähendes Nahrungsmittel sind Zwiebeln. Blähungen nach Essen können aber außerdem gefördert werden durch: 

  • Milchprodukte (alle) 
  • Gemüse (Kohl, Zwiebeln, Brokkoli, Blumenkohl, Sellerie, Möhren, Rosenkohl, Spargel) 
  • Hülsenfrüchte (Bohnen, Linsen) 
  • Trocken-Früchte (Rosinen, Bananen, Aprikosen, Pflaumen, Feigen)  

Übermäßig zuckerhaltige oder fette Speisen können genauso Blähungen verursachen wie Diät-, Light- und zuckerfreie Produkte, die Zuckeraustauschstoffe (z.B. Sorbit und Xylit) enthalten.7

Blähungen – Getränke  

Nicht nur hastiges Essen oder blähende Lebensmittel können Beschwerden verursachen, auch bestimmte Getränke: 

  • kohlensäurehaltige Getränke 
  • Alkohol 
  • Kaffee 
  • Getränke, die Süßstoffe enthalten (z.B. Sorbit und Xylit) 
  • Fruchtsäfte mit hohem Fructose-Anteil 

Luft im Bauch – psychische Ursachen  

Obwohl es seltsam erscheinen mag, das vermehrte Verschlucken von Luft ist häufig mit Stress verbunden, auch wenn der Betroffene dies möglicherweise nicht bemerkt.4 

Bei Personen mit Angstzuständen und Panikattacken ist die Wahrscheinlichkeit einer Hyperventilation, also sehr schnelles tiefes Atmen, höher. Die Hyperventilation führt dazu, dass zu viel Sauerstoff im Blut ist. Schließlich muss dieser Sauerstoff abgegeben werden, und Blähungen können entstehen.  

Der Verdauungstrakt ist äußerst empfindlich gegenüber Veränderungen und/oder Stress. Psychische Belastung kann zu erhöhtem Stress führen, der den Verdauungstrakt beeinträchtigt. Der Stress (der aus der psychischen Belastung resultiert) kann den Körper daran hindern, Lebensmittel effizient zu verarbeiten, und den Nahrungsbrei oft zu langsam durch das den Darm leiten. Dies kann dazu führen, dass sich zu viele gasbildende Darmbakterien an der Verdauung beteiligen und zu Blähungen führen.8

Psychische Ursachen können nicht nur Blähungen verursachen – die Beschwerden selbst können zu anderen Symptomen führen, die die Sorgen tatsächlich noch mehr verstärken können. Dies kann einen Teufelskreis aus Stress und Blähungen erzeugen.  

Blähungen – Ausdauersport 

Magen-Darm-Beschwerden treten auch häufig bei Ausdauersportlern auf, insbesondere bei Marathon-, Ultra-Distanz-Läufern und Langstrecken-Triathleten. In der Regel treten bei 30-50% der Wettbewerber Symptome wie Sodbrennen (Reflux), Blähungen, Blähbauch, Durchfall, Übelkeit und Bauchkrämpfe oder andere Symptome auf.9 Solche Symptome können die Leistung beeinträchtigen und die Sportler sogar daran hindern, das Rennen zu beenden. 

Sport mit hoher Intensität führt zu einer Umverteilung des Blutflusses, da der Körper in erster Linie die Muskeln versorgt und die Nahrung im Darm nicht verdaut. Dies führt zu Verzögerungen bei der Magenentleerung, die zu Blähungen, Magenkrämpfen, Übelkeit und sogar Erbrechen führen können. Studien ergaben, dass Darmbeschwerden häufiger auftreten, wenn Sportgetränke mit einer höheren Zuckerkonzentration, Ballaststoffe, Fettproteine ​​und konzentrierte Kohlenhydratquellen während eines Wettbewerbs aufgenommen werden.10 Auch ineffizientes Atmen während des Trainings erhöht das Risiko, dass man Darmwinde ablässt. Zu schnelles Atmen drückt überschüssige Luft in den Magen, dann in den Darm und dann noch weiter, bis sie wieder austritt.  

Blähungen – Periode 

Blähungen vor und während der Periode werden normalerweise durch Schwankungen der Hormone, insbesondere Östrogen und Progesteron, verursacht. Die Progesteron-Konzentration ist nach dem Eisprung, etwa zwei Wochen vor der Menstruation, besonders hoch. Das führt dazu, dass auch die Muskeln in den Darmwänden langsamer arbeiten und sich vermehrt Gase ansammeln. Kurz vor der Periode, produzieren die Zellen in der Gebärmutterschleimhaut Prostaglandine. Dies sind Gewebehormone, die durch eine Kontraktion der Uterusmuskulatur dazu führen, dass sich jeden Monat die Gebärmutterschleimhaut löst. Wenn der Körper zu viele produziert, gelangen die überschüssigen Prostaglandine in den Blutkreislauf und bewirken, dass sich die glatte Muskulatur an anderen Stellen im Körper zusammenzieht – einschließlich derjenigen in Ihrem Darm. Dies kann zu Blähungen und Veränderungen in Ihren Darmgewohnheiten (Durchfall) führen.11

Blähungen – Krankheiten 

Nicht immer ist die Flatulenz auf Ernährung oder falsche Atmung zurückzuführen. Auch bei einem zugrunde liegenden Gesundheitsproblem, dass das Verdauungssystem beeinträchtigt, kommt es oft zu Blähungen.  

Ursachen – Leber 

Eine Leberschädigung geht oft mit unspezifischen Symptomen, wie auch Blähungen einher. Ein Hinweis für den Arzt könnten z.B. erhöhte Leberwerte sein.7 Diese und weitere Erkrankungen gilt es bei überhandnehmenden Blähungen und anderen Beschwerden abzuklären. Bei Blähungen und Durchfall oder starken Schmerzen sollte in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden. 

Weitere Erkrankungen, bei denen Blähungen als Symptom häufig auftreten, sind: 

  • Reizdarmsyndrom 
  • Chronische funktionelle Verdauungsstörungen 
  • Nahrungsmittel-Intoleranzen (zum Beispiel Lactose-Intoleranz) 
  • Bakterielle Dünndarm-Fehlbesiedlung (med. SIBO) 
  • Magenschleimhautentzündung (Gastritis) 
  • Darmkrebs 

Übermäßige Blähungen, die Ihre Lebensqualität belasten oder mit anderen Symptomen einhergehen, sollten immer von einem Arzt abgeklärt werden. 

Häufig Blähungen? Es könnte ein Reizdarm sein 

Blähungen sind eines der 4 Leitsymptome des Reizdarmsyndroms – meist in Kombination mit Durchfall und Bauchschmerzen oder auch Verstopfung.
>> Mehr zum Reizdarmsyndrom

Blähungen durch Medikamente 

Zu den Medikamenten, von denen bekannt ist, dass sie Blähungen verursachen, gehören: 

Zu viel Luft im Bauch ist häufig die Ursache für Flatulenzen.
  • Abführmittel (z.B. Lactulose) 
  • Antazida (zur Neutralisierung der Magensäure) 
  • Antibiotika 
  • Antidepressiva 
  • Statine(für die Reduktion erhöhter Blutfettwerte) 
  • Acarbose (Antidiabetikum-Wirkstoff) 
  • Diclofenac 

Blähungen – durch gestörte Darmflora 

Jeder Mensch gibt Gase ab. Trotzdem merken es gesunde Menschen so gut wie nicht, weil es meistens nachts passiert, wenn sie schlafen und nicht wirklich kontrollieren können. Die Bakterien fermentieren das, was man nicht selber verdauen kann. Vor allem Ballaststoffe. Wenn sich also Gase bilden, bedeutet dies, dass Bakterien etwas zu fermentieren haben und fressen. Der gesunde Darm kann große Gasmengen beschwerdefrei transportieren und als Darmwind (Flatus) ausscheiden.3,8

Wenn das Milieu der Darmbakterien durch schlechte Ernährung, starke Medikamente, Stress oder Erkrankungen aus dem Gleichgewicht gerät, kann dies den Gashaushalt im Darm stören und später zu Beschwerden wie übermäßigen Blähungen führen. 

Zum Beispiel kann ein unsachgemäßer Gebrauch von Abführmitteln zu Verstopfung und Blähungen führen. Denn er kann den Darm träge machen, sowie die Darmschleimhaut verändern, und damit auch das Spektrum der Darmbakterien. Zudem wird der Darm träge.14 Auch Antibiotika haben Nebenwirkungen, die auf die Störung der Darmflora zurückzuführen sind. Eine Therapie mit Antibiotika zerstört leider auch einen Großteil der nützlichen Bakterien im Darm und bewirkt ein Ungleichgewicht im Verdauungstrakt. Das Ungleichgewicht kann dazu führen, dass man starke Darmwinde bekommt. 

Wieso stinken Blähungen?  

Der Geruch von Blähungen oder Stuhl entsteht hauptsächlich durch die darin enthaltenen Gase, die durch den bakteriellen Abbau von Nahrung entstehen. Ein Flatus besteht vorwiegend aus:3 

  • Stickstoff (N2) 
  • Kohlendioxid (CO2), 
  • Wasserstoff (H2)  
  • Methangas (CH4) 
  • Sauerstoff (O2)  
  • Schwefelverbindungen 

Letztere – im Besonderen Schwefelwasserstoff – sind primär für den Geruch von Darmwinden verantwortlich. Schwefelverbindungen entstehen, weil Darmbakterien, wenn sie proteinreiche Nahrungsmittel verarbeiten (z.B. Fleisch), Schwefelwasserstoff erzeugen. 

Wichtig ist jedoch, sich daran zu erinnern, dass es ganz normal ist und ein Zeichen für gesunde Ernährung sein kann, dass ein Flatus manchmal etwas riecht.  

Stinkende Blähungen vermeiden 

Übermäßige Blähungen lassen sich, wenn sie nicht krankheitsbedingt sind, einfach vermeiden.15

  • Meiden schwer verdaulicher und Lebensmittel / Getränke, die blähen 
  • Einsatz von verdauungsfördernden Gewürzen (Kümmel, Anis, Majoran etc.)  
  • langsames Essen und gründliches Kauen 
  • lieber mehrere kleine Mahlzeiten am Tag essen als weniger und große Portionen 
  • ausreichend Bewegung und Sport (z.B. Verdauungsspaziergang, Schwimmen, Radfahren) 
  • auf ruhige Atmung achten (Stress vermeiden) 

Behandlung – Was hilft bei Blähungen? 

Während starke Blähungen im Allgemeinen kein Grund zur Sorge sind, ist es dennoch wichtig, die Ursache der Blähungen zu erkennen, um zu lernen, wie man die Beschwerden lindern kann. 

Lesen Sie hier, welche Tipps und einfache Hausmittel Blähungen vertreiben und welche Medikamente gegen Blähungen wirken.2,16

Do’s Dont‘s 
Öfter kleinere MahlzeitenKaugummi kauen
Langsam essen und gründlich kauen Rauchen
Regelmäßige Bewegung, um die Verdauung zu fördernLuft schlucken
Tees gegen BlähungenZu locker sitzende Zahnprothesen
Lebensmittel, die schwer verdaulich sind
Stress

Ernährung gegen Blähungen – Was hilft gegen Luft im Bauch? 

Eine der häufigsten Ursachen für Blähungen ist falsches Essen. Eine Änderung der Essgewohnheiten und die Vermeidung bestimmter Auslöser können zur Linderung der Symptome beitragen.1 Blähende Lebensmittel (siehe oben) sollten in jedem Fall vermieden oder zumindest reduziert werden. 

Bei Menschen, die empfindlich auf den Abbau von bestimmten Nahrungsbestandteilen (z.B. FODMAPs) reagieren, können dann nach Verzehr Symptome wie Blähungen auftreten. Die FODMAP-arme Ernährung hat speziell bei Reizdarm-Patienten gezeigt, dass sie die Darmbeschwerden lindern kann.
>> Mehr zur FODMAP-Diät 

Generell gilt eine ballaststoffreiche Ernährung als gesund (täglich 30 Gramm oder fünf Portionen Obst und Gemüse) – kein Wunder, Ballaststoffe sind das Lieblingsfutter der Darmbakterien. Ist der Darm jedoch noch nicht daran gewöhnt, neigt er zu Beginn der Ernährungsumstellung oft zu Blähungen. Die Darmflora muss sich bei dem erhöhten Nahrungsangebot erst einmal ins Gleichgewicht bringen. Am besten man erhöht die Ballaststoffe zunächst langsam und lässt stark blähendes Obst/Gemüse erst einmal weg. Bei ballaststoffreicher Ernährung ist immer auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten: In der Regel mindestens 1,5 Liter am Tag.14 

Hausmittel gegen Blähungen 

Tee gegen Blähungen 

Hausmittel sind bewährte Helfer aus der Natur, um Beschwerden wie Blähungen zu lindern. Denn nicht immer muss man wegen Blähungen gleich zum Arzt. Tees, die sich positiv auf Blähungen auswirken, sind vor allem aus folgenden Heilpflanzen zusammengestellt:17

FenchelRosmarinKoriander
AnisIngwerLiebstöckel
Kümmel WacholderSchafgarbe
SalbeiZimtZitronenmelisse
Pfefferminze

Ein effektives Hausmittel gegen Blähbauch und Blähungen ist Wärme.

Weitere effektive Hausmittel gegen Blähbauch und Blähungen sind: 

  • Bauchmassage 
  • Feuchte warme Wickel zum Entspannen der Darm-Muskulatur 
  • Wärme (Wärmflasche, Wärmekissen) 
  • Aloe-Vera-Saft 
  • Apfelessig 
  • Pflanzliche Bittermittel aus der Apotheke  

Medikamente – Was hilft gegen Blähungen?  

Was tun bei Blähungen? Diese Frage stellen sich viele Betroffene. Der Effekt einer medikamentösen Behandlung von Blähungen ist jedoch oft von kurzer Dauer und diese Form der Therapie wird vom Arzt meistens nur eingesetzt, wenn die vorbeugenden und allgemeinen Maßnahmen nicht ausreichend wirken. Empfohlen werden hier vor allem die Entschäumer. 

Folgendes sind übliche Wirkstoffe der Medikamente gegen Blähungen: 

  • Simeticon 
  • Dimeticon 

Weitere effektive Mittel gegen Blähungen 

  • Darmflora-Aufbau mit ausgewählten Probiotika 
  • Verdauungsenzyme (zum Beispiel Pankreatin, Laktase, Lipase, Amylase oder Protease) 
  • Kohletabletten (Aktivkohle) 
  • Heilerde 

Eine gesunde Darmflora ist entscheidend 

Jeder Mensch entwickelt während der Verdauung Darmgase. Dies geschieht durch unsere Darmbakterien, die letzte Reste unserer Nahrungsmittel im Dickdarm abbauen und dabei Gase produzieren. Normalerweise werden diese problemlos vom Körper aufgenommen oder über die Lunge unbemerkt ausgeschieden. Ist, wie bei Reizdarmpatienten, die Darmflora gestört (also nicht im Gleichgewicht), können unerwünschte Bakterien zu einer überschüssigen Gasbildung führen. Diese Gase können nicht mehr unbemerkt entweichen und es kommt zu den unangenehmen, nicht selten peinlichen, geruchsintensiven und geräuschvollen Darmwinden.

Zur Behandlung von Blähungen werden oft Entschäumer eingesetzt. Diese sorgen dafür, dass die Gase im Darm schneller abgehen und schaffen so Abhilfe gegen die akuten Beschwerden. Sie setzen jedoch nicht beim Verursacher an – der aus dem Gleichgewicht geratenen Darmflora. Auch werden andere gleichzeitig auftretende Reizdarmsymptome, wie Bauchschmerzen oder Durchfall, dadurch nicht behandelt. 

Eine gestörte Darmflora kann zu übermäßiger Gasproduktion führen 
 

Betroffene können langfristig von dem Milchsäurebakterium Lactobacillusplantarum 299v (Lp299v) profitieren (nur in Innovall® RDS / Apotheke). Dieser Bakterienstamm wird weltweit von Gastroenterologen empfohlen. Durch seine positive Wirkung auf die Darmflora der Reizdarmpatienten kann die übermäßige Gasbildung wieder reguliert werden. 

Ihr*e Apotheker*in kann bei extremen Blähungen helfen

Die Luft im Bauch kommt nicht raus? Oder sie empfinden die Probleme mit den Darmwinden als sehr belastend? 

Sprechen Sie mit der Apotheke Ihres Vertrauens. Hier wird man Ihnen sagen können: 

  • wie man Innovall® RDS anwendet 
  • welche anderen Medikamente Ihnen helfen  
  • ob Sie einen Hausarzt aufsuchen sollten 

Fragen: 

1. Was verursacht Blähungen?

Ist die Darmflora nicht im Gleichgewicht, können unerwünschte Bakterien bei der Verdauung zu einer überschüssigen Gasbildung führen. Diese Gase können nicht mehr unbemerkt entweichen und es kommt zu den unangenehmen, nicht selten peinlichen, geruchsintensiven und geräuschvollen Darmwinden.  

2. Wie bekomme ich die Luft aus dem Bauch?

Was Sie bei zu viel Luft im Bauch sofort tun können ist: 

  • Bauchmassage 
  • Wärme (z.B. Wärmflasche) 
  • Hausmittel bei Blähungen, wie Tee (z.B. Fenchel-Kümmel-Anis) 
  • Bewegung (regt die Verdauung an) 
  • Medikamente (Entschäumer) 

3. Was hilft gegen Blähbauch und Blähungen?

  • Darmflora-Aufbau 
  • Öfter kleinere Mahlzeiten  
  • Langsam essen und gründlich kauen 
  • Regelmäßige Bewegung, um die Verdauung zu fördern 
  • Tees gegen Blähungen 

4. Was hilft schnell gegen Blähungen?

Bei akuten Blähungen, die mit Hausmitteln oder anderen einfachen Maßnahmen nicht in den Griff zu bekommen sind, kann eine medikamentöse Behandlung mit Entschäumern eine schnelle kurzfristige Linderung bringen. Langfristig sollten eine Ernährungsumstellung und ein Darmflora-Aufbau angestrebt werden. 

5. Welche Hausmittel helfen schnell gegen Blähungen?

Effektive Hausmittel gegen Blähungen sind u.a. Anis-Fenchel-Kümmel-Tee, Wärme, eine Bauchmassage, und langfristig ein Darmflora-Aufbau. 

6. Was essen bei Blähungen?

Leidet man unter starken und störenden Darmwinden, sollten blähende Lebensmittel (u.a. Zwiebeln, Bohnen, Trockenfrüchte) in jedem Fall vermieden oder zumindest reduziert werden. 

7. Sind Blähungen ein Anzeichen für Darmkrebs?

Die ersten Anzeichen für Darmkrebs sind meist unspezifisch und könnten auch auf andere Darmerkrankungen hinweisen. Alarmzeichen können veränderte Stuhlgewohnheiten, Bauchschmerzen oder Blut im Stuhl sein. Auch Blähungen mit Stuhlabgang sowie konstant üble „Windgerüche“ können ein Hinweis auf Darmkrebs sein. xviii Halten solche Probleme länger an, sollte man sich untersuchen lassen. Ob tatsächlich eine schwerwiegende Erkrankung vorliegt, kann nur der behandelnde Arzt einschätzen.19

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