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Verstopfung: Was sind die Ursachen – und was hilft wirklich?

Verstopfung (Obstipation) ist lästig und nicht selten langwierig. Es gibt verschiedene Ursachen, die dafür sorgen, dass Betroffene nicht auf die Toilette gehen können. Häufig sind ungünstige Lebensbedingungen wie eine ballaststoffarme Ernährung oder unzureichende Bewegung Auslöser für Verstopfung. Es können sich aber auch ernsthafte Erkrankungen hinter einer Verstopfung verstecken.
Hält eine Verstopfung länger an oder wird sie durch ausgeprägte Beschwerden begleitet, ist ein Arztbesuch erforderlich. In vielen Fällen reicht es bereits, die Ernährungsgewohnheiten umzustellen. Rezeptfreie Arzneimittel können bei akuten Zuständen unterstützend wirken. Der Einsatz von Hausmitteln und Probiotika bei Verstopfung ist ebenfalls empfehlenswert. Sie versprechen eine sanfte Vorgehensweise und können auch bei Darmentzündung und Verstopfung eingesetzt werden.

Lesedauer 9 Minuten Wissenschaftlich geprüfter Artikel

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Eine Frau krümmt sich

Verstopfung: Was ist das – und ab wann gilt sie als chronisch?

Jeder Mensch ist individuell. Das gilt auch für seine Darmentleerung. Während einige Menschen täglich Toilettensitzungen für das „große Geschäft“ einplanen, müssen andere nur alle 2-3 Tage das stille Örtchen aufsuchen. Das macht die Definition von Verstopfung recht schwierig.
Mediziner bezeichnen eine Darmentleerung als normal, wenn sie sich zwischen dreimal täglich und dreimal wöchentlich bewegt. Alles, was außerhalb dieses Rahmens liegt, fällt unter den Begriff Durchfall oder Verstopfung.
Allerdings bedeutet das nicht, dass sich Menschen nicht auch „verstopft“ fühlen können, wenn sie regelmäßig ihren Darm entleeren. Ein harter Stuhl deutet auf eine Verstopfung hin, unabhängig davon, wie oft er auftritt.

Gut zu wissen!

Spezifische Bakterienstämme wie Lactobacillus plantarum 299v (LP299V®; Inhaltsstoff in Innovall (R) RDS) und Lactobacillus casei DG® (Inhaltsstoff in Innovall (R) SUD) werden als gesundheitsfördernd betrachtet und sind in speziell entwickelten mikrobiologischen Präparaten (Innobioticum) enthalten.

Was sind die typischen Symptome einer Verstopfung?

Eine Verstopfung wird als sehr unangenehm empfunden. Menschen, die unter einer verzögerten Darmentleerung leiden, bemerken das vor allem daran, dass sie seltener ihr „großes Geschäft“ erledigen müssen als in der Vergangenheit. Zudem können bei einer Verstopfung Bauchschmerzen auftreten.

Ein Klo ist verstopft und wird durch einen Pümpel wieder freit
Verstopfung: Harter Stuhl und seltener Toilettengang sind die häufigsten Symptome.

Verstopfung: häufige Symptome

  • erschwerte Darmentleerung, bei der Pressen oder Nachhelfen nötig ist
  • schmerzhaftes Absetzen von Stuhl
  • harter, klumpiger Stuhl (häufig können nur kleine Mengen ausgeschieden werden)
  • Gefühl, sich nicht vollständig entleert zu haben
  • Völlegefühl
  • Bauchschmerzen
  • Blähungen
  • Unwohlsein
  • Appetitlosigkeit

Verstopfungs-Formen: Welche Arten von Verstopfung gibt es?

Wer denkt, Verstopfung ist gleich Verstopfung, liegt falsch. Auch hierbei gibt es verschiedene Formen. Sie helfen dabei, die lästigen Beschwerden einzuordnen, und deuten auf eine mögliche Ursache hin.

Was ist akute Verstopfung?

Plötzlich ist sie da: die akute Verstopfung. Normalerweise hält sie nur wenige Tage an und verschwindet ebenso schnell, wie sie gekommen ist. Besondere Lebensumstände wie stressige Zeiten, Reisen oder eine Hormonumstellung können die akute Verstopfung auslösen. Allerdings kann sie auch ein Warnsignal für ernsthafte Erkrankungen sein. Das gilt insbesondere dann, wenn weitere körperliche Beschwerden wie Erbrechen, blutiger Stuhl oder Übelkeit hinzukommen.

Was ist chronische Verstopfung?

Eine Verstopfung wird dann als chronisch bezeichnet, wenn die Darmentleerung über mindestens 3 Monate hinweg seltener als dreimal wöchentlich erfolgt und weitere klassische Symptome auftreten. Insbesondere eine feste Konsistenz, Pressen beim Stuhlgang und das Gefühl, sich nicht vollständig entleeren zu können, deuten auf eine Verstopfung hin. Weltweit leiden im Durchschnitt 24 % der Menschen an chronischer Verstopfung, wobei die Zahl mit dem Alter ansteigt.1

Die chronische Verstopfung sollte ärztlich abgeklärt werden. Schließlich gibt es Erkrankungen, die in Zusammenhang mit den lästigen Beschwerden gebracht werden können. Nicht selten sind es aber Medikamente oder ungünstige Lebensgewohnheiten, die für eine Ausbremsung der Darmpassage sorgen.
Eine  Uhr steht im Klo
Stundenlange Klo-Sitzungen, heftiges Pressen und Schmerzen durch harten Stuhlgang sind vielen bekannt – Verstopfung.

Was ist gelegentliche, vorübergehende oder situative Verstopfung?

Wie so häufig, ist nicht alles schwarz oder weiß. Das ist bei der Verstopfung nicht anders. Die gelegentliche, vorübergehende oder situative Verstopfung kann quasi zwischen der akuten und der chronischen Form eingeordnet werden. Das Beschwerdebild reift langsam heran oder verstärkt sich über die Tage hinweg. Zudem gibt es Situationen, die scheinbar die Verstopfung verstärken. Liegt diese besondere Zeit hinter den Betroffenen, fällt auch die Darmentleerung einfacher. Häufig können Reisen, Schichtarbeit sowie Infektionskrankheiten oder die kurzfristige Einnahme von Medikamenten als Übeltäter ausgemacht werden. Alles, was den Lebensrhythmus aus dem Takt bringt, kann diese Form von Verstopfung begünstigen.

Gut zu wissen!

Verstopfungen können auch mit Blick auf die Ursachen voneinander unterschieden werden. Mediziner sprechen von einer primären Verstopfung, oder auch funktionelle Verstopfung genannt, wenn keine organische Ursache festgestellt werden kann. Die sekundäre Verstopfung kann auf eine zugrunde liegende Erkrankung zurückgeführt werden.2

Ursachen der Verstopfung: Was bremst den Darm aus?

Es gibt mehrere Gründe dafür, warum Menschen den Toilettengang als quälend empfinden. Manche Ursachen liegen auf der Hand, bei anderen muss der Verdauungstrakt wörtlich gesehen auf links gedreht werden, um dem auslösenden Faktor auf die Schliche zu kommen.

Verdauungsprobleme sind beunruhigend für den Betroffenen. Deshalb ist es empfehlenswert, sich auf Ursachenforschung zu begeben. Schließlich können einige Auslöser recht einfach behoben werden.3

eine Frau springt nach oben und streckt alles von sich
Verstopfung erkennen: Die Ursache bestimmt die richtige Behandlung.

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Was löst akute Verstopfung aus?

Eine akute Verstopfung ist häufig harmlos. Sie kann auf plötzliche Veränderungen im Alltag zurückgeführt werden. Es gibt jedoch auch schwerwiegende Erkrankungen, die zu plötzlichem Stillstand im Darm führen. Deshalb ist auch eine akute Verstopfung unbedingt ernst zu nehmen.

Das kann eine akute Verstopfung auslösen:4
  • Stress
  • Reisen (z. B. durch Zeitumstellung und ungewohnter Tagesablauf)
  • Hormonumstellung
  • vorübergehende Medikamenteneinnahmen (z. B. orale Einnahme von hochkonzentrierten Eisen-Präparaten, H1-Antihistaminika)
  • Verringerte Darmbewegung

Was sind die Ursachen chronischer Verstopfung?

Wer dauerhaft mit der Verdauungsstörung zu kämpfen hat, ist häufig erschöpft angesichts der lästigen Beschwerden. Auch hier kommen harmlose Ursachen wie eine geringe Zufuhr von Ballaststoffen in Betracht. Zudem gilt es hier, Darmkrebs als Auslöser abzuklären.
Das kann eine chronische Verstopfung auslösen:5
  • ballaststoffarme Ernährung
  • unzureichende Flüssigkeitszufuhr
  • dauerhafte Medikamenteneinnahme (z. B. Betablocker, ACE-Hemmer, Antidepressiva)
  • Bewegungsmangel
  • Divertikelkrankheit
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Störungen der Schilddrüse oder Nebenschilddrüse
  • psychiatrische Erkrankungen wie Depressionen
  • Reizdarmsyndrom
  • Darmkrebs
  • Parkinson
  • Multiple Sklerose
  • altersbedingte Motilitätsstörung des Darms

Kann Reizdarm zu Verstopfung führen?

Wenn es um sekundäre Störungen mit Blick auf Verstopfung geht, steht das Reizdarmsyndrom ganz oben auf der Liste. Es tritt vor allem bei Frauen auf und führt zu einer Fehlregulation des gesamten Verdauungsapparates.
Lange wurde das Reizdarmsyndrom belächelt und als Spinnerei abgetan. Heute steht fest, die Beschwerden sollten nicht unterschätzt werden. Betroffene leiden unter Krämpfen und Episoden von Verstopfung sowie Durchfällen.

Gut zu wissen!

Patienten mit Reizdarm zählen zum Typ RDS-O, wenn sie dominant unter Verstopfung (Fachbegriff: Obstipation) leiden. Daneben gibt es noch zwei weitere Reizdarm-Typen, die vordergründig mit Durchfall (RDS-D), oder mit wechselhaft Durchfall und Verstopfung (RDS-M) zu kämpfen haben.

Was löst gelegentliche, vorübergehende oder situative Verstopfung aus?

Eine gelegentliche, vorübergehende oder situative Verstopfung ist ebenfalls unangenehm. Betroffene können sich damit trösten, dass die entschleunigte Darmentleerung nur kurze Zeit anhält.

Das kann eine gelegentliche, vorübergehende oder situative Verstopfung auslösen:

  • Schichtarbeit
  • Reisen
  • Infektionskrankheiten
  • vorübergehende Medikamenteneinnahmen

Warum verstopft der Darm? Die drei medizinischen Ursachentypen

Genau wie bei den Formen der Verstopfung können auch bei den Ursachen primäre und sekundäre Typen unterschieden werden.

Die primären Ursachen gliedern sich auf drei Gruppen:6
  1. Verstopfung mit gewöhnlicher Passagezeit (funktionelle Verstopfung)
  2. Verstopfung mit verzögerter Passagezeit (träger Darm)
  3. Verstopfung, ausgelöst durch eine Störung des Beckenbodens (outlet-obstruction)
Nur so nebenbei: die normale Passagezeit beträgt 72 Stunden. Das bedeutet, in dieser Zeit hat der Speisebrei die komplette Röhre durch den Körper bewältigt. Bei der funktionellen Verstopfung ist das Vordringen des Stuhlgangs völlig normal, bei einer Verstopfung mit einer verzögerten Passagezeit, dauert es ungewöhnlich lange. Zudem können sich Blähungen hinzugesellen.
Experten diskutieren darüber, ob möglicherweise Störungen derjenigen Nerven in Betracht kommen, die den Darm regulieren. Kann der Beckenboden als Übeltäter verantwortlich gemacht werden, liegt eine Fehlregulation der entsprechenden Muskulatur vor. Dadurch fällt die Darmentleerung schwerer. Dann greifen Betroffene nicht selten zu ihrem Finger, um dem Darm ihre Unterstützung anzubieten.1
 

Gut zu wissen!

In einer wissenschaftlichen Untersuchung wurden 500 Patienten mit Verstopfung genauer unter die Lupe genommen. Unter ihnen fanden sich 1,4 % mit Darmkrebs und 20 % mit eventuellen Vorstufen.1 Dieses Ergebnis zeigt, dass auch die Abklärung von Darmkrebs bei Verstopfung sinnvoll ist.

Verstopfung durch Medikamente oder nach einer OP: Was steckt dahinter?

Verstopfung nach OP und Verstopfung durch Medikamente sind häufige Themen. Die Gründe dafür sind einfach erklärt. Wenn sich Betroffene einer Operation unterziehen müssen, sind sie dadurch in der Regel über einige Zeit eingeschränkt in ihrer Bewegungsfreiheit. Die mangelnde Beweglichkeit kann Verstopfungen begünstigen. Zudem können verschiedene Medikamente und Narkosemittel die Darmtätigkeit negativ beeinflussen.
Es gibt zahlreiche Arzneimittel, die den Verdauungsapparat lahmlegen können. Insbesondere bei Opioiden (Schmerzmittel) ist das nachgewiesen. Die enthaltenen Wirkstoffe docken an die Nervenzellen im Verdauungsorgan an. Das Problem dabei ist, dass ausgerechnet diese die Darmtätigkeit regulieren. Durch die Hemmung der Nervenzellenaktivität verlangsamen sich automatisch die Darmbewegungen und Verstopfung entsteht.

Arztbesuch bei Verstopfung: Wann wird es ernst?

Auch wenn eine Verstopfung in vielen Fällen harmlos ist, gibt es gute Gründe, beim Arzt vorstellig zu werden. Sofern die Verstopfung plötzlich in Erscheinung tritt oder weitere Beschwerden sie begleiten, ist es ratsam, einen Mediziner hinzuzuziehen. Fieber, ausgeprägte Schmerzen, Erbrechen von Kot oder ein berührungsempfindlicher Bauch sind unbedingt abzuklären, denn sie können auf einen Darmverschluss hinweisen. Eine chronische Verstopfung kann für Betroffene sehr quälend sein. Daher empfiehlt es sich auch hier, die Ursache näher zu untersuchen.

kleiner Arztkoffer auf einer Hand
Langanhaltende oder schwerwiegende Verstopfung sollte abgeklärt werden.

Wie wird Verstopfung diagnostiziert?

Wenn der Darm dauerhaft nicht so will, wie sein Besitzer, ist eine Untersuchung beim Arzt sinnvoll. Zunächst erkundigt sich der Mediziner im Rahmen der Anamnese (Arzt-Patienten-Gespräch) nach den Beschwerden.

Folgende Fragen können dabei gestellt werden:7
  • Seit wann bestehen die Verdauungsunregelmäßigkeiten?
  • Wie stellt sich der Stuhl dar (klumpig, fest)?
  • Ist die Verstopfung an bestimmte Situationen geknüpft?
  • Gibt es weitere Beschwerden wie Fieber, Schmerzen etc.?
  • Bestehen Grunderkrankungen wie Diabetes oder Depressionen?
  • Werden Medikamente eingenommen?
  • Wie sieht die tägliche Ernährung oder Flüssigkeitsaufnahme aus?
  • Wird Sport ausgeübt?
Ein Wurm geht durch den Darm
Eine Darmspiegelung kann bei chronischer Verstopfung Sinn machen.
Im Anschluss daran nimmt der Arzt eine eingehende körperliche Untersuchung vor. Der Bauch wird abgehört und der Enddarm abgetastet. Zudem kann verstecktem Blut mit einer Stuhlprobe ausfindig gemacht werden. Steht die Diagnose bis dahin noch nicht fest oder möchte der Mediziner mehr erfahren, können weitere Untersuchungen angesetzt werden.
Zu den Diagnose-Untersuchungen gehören:
  •     Blutuntersuchung
  •     Ultraschalluntersuchung
  •     Röntgenuntersuchung
  •     Darmspiegelung

Verstopfung behandeln: Was hilft wirklich gegen den trägen Darm?

Seien wir mal ehrlich: die langen Toilettensitzungen rauben Zeit und Nerven. Glücklicherweise gibt es einiges, das einem trägen Darm auf die Sprünge hilft und die Verstopfung lösen kann. Patienten sollten jedoch stets im Hinterkopf behalten, dass der Darm auf verschiedene Bewegungshilfen angewiesen ist.
Zur Behandlung bei Verstopfung zählt u. a.:
  •     ausreichend Bewegung
  •     genügend Trinkflüssigkeit
  •     ballaststoffreiche Ernährung

Verstopfung: Wie viel Bewegung hilft bei Verstopfung?

Der menschliche Organismus liebt körperliche Aktivität und der Darm ist unbedingt darauf angewiesen. Auf diese Weise kommt Schwung in den Bauch und die Darmbewegungen werden angekurbelt. Experten raten dazu, Bewegung regelmäßig in den Alltag einzubinden. Eine gesunde Darmtätigkeit profitiert von mindestens 30 Minuten täglich. Dabei müssen es keine Ausdauersportarten oder hochtrabenden Freizeitbeschäftigungen sein. Ein Spaziergang eignet sich ebenso, um Verstopfungen entgegenzuwirken.
 

Gut zu wissen!

Auch Haushaltstätigkeiten bringen Punkte für das Bewegungskonto. 😀

Verstopfung: Wie viel sollte man bei Verstopfung trinken?

Wenn es um die Frage geht: „Was hilft bei Verstopfung“, sollte der täglichen Flüssigkeitszufuhr unbedingt Beachtung geschenkt werden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät zu mindestens 1,5 l Flüssigkeitsaufnahme pro Tag. An temperaturreichen Tagen oder wenn Sport auf dem Plan steht, dürfen es 0,5 bis 1 Liter mehr sein. Am besten sind Wasser und ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees geeignet, z. B. Fencheltee. Unter bestimmten Bedingungen können auch Saftschorlen für genügend Flüssigkeit sorgen. Dabei sollte der Saft 1:3 mit Wasser verdünnt werden. Ansonsten wird es zu zuckerig und kalorienreich.2
 

Gut zu wissen!

In Apotheken ist spezieller Tee gegen Verstopfung erhältlich. Er trumpft mit einer ausgewählten Mischung aus Pflanzenbestandteilen auf. Insbesondere Kamile ist beliebt, denn sie wirkt Krämpfen und Blähungen entgegen. Abführtee ist gut bei Verstopfung. Darin sind häufig Sennesblätter enthalten, die den Feuchtigkeitsgehalt im Stuhl erhöhen sollen.

Verstopfung: Welche Lebensmittel helfen bei Verstopfung – und welche nicht?

Die Ernährung nimmt bei Verstopfung eine große Rolle ein. Stellt sich die Frage: Was soll man essen bei Verstopfung? Die gute Nachricht ist, dass mit wenigen Veränderungen auf dem Speiseplan großartige Erfolge erzielt werden können. Insgesamt geht es darum, Ballaststoffen mehr Aufmerksamkeit zu geben. Zwar hören die unverdaulichen Speisebestandteile nicht auf den Befehl: “Verstopfung lösen sofort“, langfristig können sie den Stuhl aber geschmeidiger machen. Das geschieht, indem die Ballaststoffe Wasser binden. Das Volumen des Stuhls wird dadurch erhöht und die Verdauung verbessert.

Empfehlenswerte Lebensmittel gegen Verstopfung

Folgende Lebensmittel haben es bei der Frage: „Was hilft gegen Verstopfung“ auf die Bestenliste geschafft:
  •     Haferflocken
  •     Dinkelflocken
  •     Roggenbrot
  •     Pumpernickel
  •     Kleie
  •     Früchtebrot
  •     Amarant
  •     Artischocken
  •     Schwarzwurzel
  •     Trockenfrüchte
  •     Hülsenfrüchte wie Bohnen, Linsen, Erbsen
  •     Nüsse wie Haselnüsse, Walnüsse, Pekannüsse
  •     Samen, beispielsweise Chia-Samen

Gut zu wissen!

Bei wem es auf der Toilette recht langsam vorangeht, der sollte etwa 35 g Ballaststoffe täglich aufnehmen. Gemüse, Obst und Vollkornprodukte sind dabei besonders empfehlenswert. Aber Vorsicht: der Darm benötigt einige Zeit, um sich an die unverdaulichen Speisebestandteile zu gewöhnen. Daher sollte nicht von 0 auf 100 beschleunigt werden.
Übrigens: Ballaststoffe sind auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr angewiesen. Nur so können sie aufquellen.

Verstopfung: Was hilft schnell bei Verstopfung?

Da eine Verstopfung die Lebensqualität stark beeinträchtigen kann, fragen sich Patienten häufig: „Was hilft schnell bei Verstopfung“? Automatisch kommen dann Arzneimittel gegen Verstopfung in den Sinn. Der Einsatz von entsprechenden Medikamenten sollte aber gut überlegt und nur kurzfristig sein. Zwar treten bei vielen rezeptfreien Medikamenten keine Gewöhnungseffekte oder Abhängigkeiten auf, die schnelle Hilfe bei Verstopfung löst aber nicht das ursächliche Problem.

Folgende Wirkstoffe gegen Verstopfung sind empfehlenswert:
  •     Macrogol
  •     Natriumpicosulfat
  •     Bisacodyl
Ein Mann steht in der Apotheke und redet mit einer Apothekerin
Rezeptfreie Medikamente und Probiotika aus der Apotheke können Hilfe bei Verstopfung bringen.

Gut zu wissen!

Es gibt auch Zäpfchen gegen Verstopfung. Auch wenn die Wirkstoffe in der Regel harmlos sind, sollten zunächst aber Hausmittel gegen Verstopfung eingesetzt werden, um neue Dynamik in den Darm zu bringen.

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Verstopfung bei Kindern und Schwangeren

Die Kleinen unter uns quält eine Verstopfung besonders. Auch hier sind die meisten Ursachen harmlos. So kann in mehr als 95 % der Fälle bei Kindern über 1 Jahr eine funktionelle Störung ausgemacht werden. Das gilt mit Blick auf Verstopfung und Kinder, die das erste Lebensjahr überschritten haben. Oft ist eine Nahrungsumstellung oder eine ballaststoffarme Ernährung verantwortlich für die Verstopfung.3 Kinder profitieren dann insbesondere von Vollkornbrot statt Weißbrot. Genügend Obst, Gemüse und andere ballaststoffreiche Lebensmittel sollten auf dem Speiseplan stehen. Zudem kann ein Toilettentraining Sinn machen.
Verstopfung: Baby profitiert ebenfalls von Ballaststoffen

Verstopfung beim Baby ist ebenfalls keine Seltenheit und sollte immer beim Arzt abgeklärt werden. Leidet ein Baby unter Verstopfung, kann der Einsatz von Milchzucker oder Lactulose empfehlenswert sein. Baby-Verstopfung kann zudem mit einer ballaststoffhaltigen Kost entgegengewirkt werden. Hierbei bieten sich die oben genannten Lebensmittel an. Grundvoraussetzung ist natürlich, dass der Nachwuchs bereits feste Nahrung aufnehmen kann.

Was kann man bei Verstopfung in der Schwangerschaft tun?

Wer schwanger ist, hat gerade genug um die Ohren. Dass ausgerechnet auch der Darm streikt, macht die Sache nicht leichter. Dabei ist das keine Seltenheit: Laut einer weltweiten Metaanalyse aus dem Jahr 2024 klagen bis zu 40 % der Schwangeren im zweiten Trimester über Verstopfung – im dritten Trimester sind es noch rund 20 %. Frauen, die bereits vor der Schwangerschaft zur Verstopfung neigten, sind besonders häufig betroffen.8

Warum macht die Schwangerschaft den Darm träge?

Der Körper tut in der Schwangerschaft Erstaunliches – aber das Hormon Progesteron, das für viele dieser Wunder verantwortlich ist, hat eine weniger schöne Nebenwirkung: Es verlangsamt die Darmmuskulatur und damit die gesamte Verdauung. Hinzu kommen weitere Faktoren, die typisch für die Schwangerschaft sind:8

  • Übelkeit und Erbrechen führen dazu, dass viele Frauen zu wenig trinken – eine der häufigsten Ursachen für Verstopfung im 2. Trimester
  • Eisenpräparate, die in der Schwangerschaft oft empfohlen werden, können den Stuhlgang erheblich verhärten
  • Weniger Bewegung verlangsamt zusätzlich die Darmtätigkeit
  • Mehr Fett und Eiweiß im Speiseplan – der veränderte Nährstoffbedarf bremst die Darmpassage

Was hilft bei Verstopfung in der Schwangerschaft?

Diese Maßnahmen gelten als sicher und wirksam in der Schwangerschaft:9

  • Ballaststoffreich essen (Flohsamenschalen, Chiasamen, Vollkorn, getrocknete Pflaumen)
  • Ausreichend trinken (mind. 1,4 l/Tag)
  • Regelmäßige leichte Bewegung (Spazierengehen, Schwimmen, Yoga)
  • Notfalls osmotische Laxativa (Macrogol/PEG, Lactulose)

Gut zu wissen!

Laut Leitlinienempfehlung liegt die täglich empfohlene Flüssigkeitszufuhr in der Schwangerschaft bei mindestens 1,4 Litern – in der Stillzeit sogar bei 1,7 Litern. Eine ausreichende Trinkmenge ist besonders im ersten Trimester entscheidend, da ein Mangel dort direkt mit mehr Verstopfung im zweiten Trimester zusammenhängt.9 Werden aufquellende Helfer wie Flohsamenschalen genutzt, sollten es mind. 2 Liter am Tag sein.

Hausmittel gegen Verstopfung: Was funktioniert wirklich?

Hausmittel gegen Verstopfung sind beliebt. Kein Wunder, denn sie sind gut verträglich, kostengünstig und beinahe in jedem Küchenschrank zu finden. Alle, die sich fragen: „Was tun bei einer Verstopfung“ sollten jetzt genau aufpassen. Es gibt nämlich einige Kandidaten, die bei Verstopfung als Hausmittel dienen und einen Einlauf überflüssig machen.
 
Verstopfung und Hausmittel haben eine lange Tradition. „Verstopfung lösen und zwar sofort“ war schließlich schon bei Besuchern auf dem Donnerbalken ein ausgesprochener Befehl. Die Liste der Hausmittel bei Verstopfung ist lang. Folgende Helfer eignen sich besonders als Hausmittel. Verstopfung ist damit der Kampf angesagt.

Hilft Milchzucker bei Verstopfung?

Milchzucker bei Verstopfung ist ein gutes Hausmittel. Der Milchzucker (Laktose) ist in der Lage, die Darmtätigkeit anzuregen und so abführende Effekte herbeizuführen. Der Trick dahinter ist ganz einfach: Verfügt der Körper über ungewöhnlich viel Milchzucker, gelingt es ihm nicht, diesen mithilfe des Enzyms Laktase zu zerlegen. Der unverdaute Milchzucker zieht nun Wasser aus dem Organismus in den Darm an. Dadurch wird der Stuhl weicher und voluminöser. Anwender sollten auf eine schleichende Dosierung setzen. Zunächst sollte mit einem Esslöffel Milchzucker gestartet werden. Laktoseintolerante Menschen sollten allerdings einen Bogen um dieses Hausmittel machen.

Helfen Flohsamenschalen bei Verstopfung?

Flohsamenschalen können sich laut Studien regulierend auf die Darmtätigkeit auswirken und bei Verstopfungen helfen.4 Die Wirkung wird darauf zurückgeführt, dass sie viele Ballaststoffe enthalten und im Darm aufquellen. Somit wird der Stuhl geschmeidiger. Gleichzeitig werden die Darmbewegungen auf Trab gebracht. Flohsamenschalen können bereits vor dem Verzehr zum Aufquellen in Wasser eingelegt werden. Anwender sollten im Anschluss immer ausreichend trinken, da sonst dem Darm weiter Wasser entzogen werden kann und die Verstopfung eher verschlimmert wird. Das bedeutet über den Tag verteilt mindestens 2 Liter.
 
Eine Schüssel mit Porridge und Obst steht nehmen einer Pflanze
Leinsamen bei Verstopfung: Als Hausmittel machen sie den Stuhl geschmeidiger.

Wirken Leinsamen gegen Verstopfung?

Auch Leinsamen haben beim Thema Verstopfung auf sich aufmerksam gemacht. Zur Vorbeugung und zur Behandlung von Verstopfungen wird empfohlen, dreimal täglich 15 g zu verzehren. Auch hierbei ist eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme wichtig.5 Vor dem Genuss sollten die Samen gequetscht oder geschrotet werden. So werden die wertvollen Schleimstoffe und Öle freigesetzt.

Können Heidelbeeren bei Verstopfung helfen?

Die Wunderbeeren sind reich an Ballaststoffen und können deshalb bei Verstopfung angewendet werden. Heidelbeeren könnten aber noch auf eine andere Weise wirken. Studien der University of Maine ergaben, dass wilde Blaubeeren die Verdauung optimieren können. In Tierversuchen wurde festgestellt, dass die Beeren Probiotika enthielten.

Diese spielen eine wichtige Rolle für die Darmgesundheit. In einer weiteren Untersuchung konnten Hinweise darauf gefunden werden, dass Blaubeersaft der Darmflora in die Karten spielt, indem er die Anzahl der Bifidobakterien erhöht.6,7


Probiotika bei Verstopfung: Was zeigen die Studien zum Mikrobiom?

Das Darmmikrobiom ist weit mehr als eine passive Ansammlung von Bakterien. Es reguliert Darmbewegungen, beeinflusst die Schleimhautbarriere und steht in direktem Zusammenhang mit der Stuhlfrequenz und -konsistenz. Wer unter Verstopfung leidet, hat häufig auch ein verändertes Mikrobiom – Forschende beobachten bei Betroffenen eine veränderte Zusammensetzung der Darmflora, die unter anderem mit einer verlangsamten Kolontransitzeit in Verbindung gebracht wird.

Die ärztliche Leitlinie „Chronische Obstipation" hält fest: Probiotika, Präbiotika und Synbiotika können bei funktioneller chronischer Obstipation versucht werden. Sie können Stuhlfrequenz, Stuhlkonsistenz und Kolontransitzeit verbessern.9

Entscheidend dabei: Nicht jedes Probiotikum ist gleich. Stammspezifische Unterschiede sind erheblich – und die Datenlage variiert je nach Stamm deutlich.

Lactobacillus plantarum 299v (LP299V®; Inhaltsstoff in Innovall (R) RDS) ist einer der weltweit am besten klinisch dokumentierten Probiotika-Stämme, mit mehr als 170 wissenschaftlichen Publikationen, darunter über 70 klinische Studien am Menschen. Für den Verdauungsbereich ist er besonders gut erforscht.10

Die oben genannte Verstopfungs-Leitlinie für Ärzte zitiert explizit Daten zu Lactobacillus plantarum 299v:9 In einer randomisierten, kontrollierten Studie (RCT) mit 214 Reizdarmpatienten konnte LP299V® bei täglicher Einnahme nach 2 bis 3 Wochen das Gefühl der unvollständigen Darmentleerung hinsichtlich Schweregrad und Häufigkeit signifikant verbessern (p < 0,05). Auch eine Real-Life-Studie bestätigt den Effekt auf die chronische Verstopfung von Reizdarm-Betroffenen.11,12,13,14 Die gute Nachricht ist, dass sich Innovall (R) RDS auch für eine langfristige Einnahme eignet und besonders schonend zum Magen-Darm-Trakt ist.

Ärzt:innen mit großen Lupen, die auf die zentrale Darm-Silhouette zeigen
Probiotika bei Verstopfung: Spezifische Bakterienstämme können das Darmmikrobiom unterstützen.

Auch Patienten, die Divertikel im Darm haben, also kleine ballonartige Ausstülpungen der Darmwand, entwickeln häufig eine chronische funktionelle Verstopfung. Ausgewählte Bakterienstämme wie z.B. Lactobacillus casei DG® (Inhaltsstoff in Innovall (R) SUD) können auch hier unterstützen. L. casei DG®  konnte in Studien u. a. bei den Divertikelpatienten die beschwerdefreie Zeit verlängern.15,16

  1. Scott et al. Chronic constipation in adults: Contemporary perspectives and clinical challenges. 1: Epidemiology, diagnosis, clinical associations, pathophysiology and investigation. Neurogastroenterol Motil. 2021;33(6):e14050. PMID: 33263938
  2. Diaz et al. Constipation. [Updated 2023 Nov 12]. In: StatPearls [Internet]. Treasure Island (FL): StatPearls Publishing; 2026 Jan
  3. Rao et al. Diagnosis and management of chronic constipation in adults. Nat Rev Gastroenterol Hepatol. 2016;13(5):295-305. PMID: 27033126
  4. Hotz & Plein. Wirkung von Plantago-Samenschalen im Vergleich zu Weizenkleie auf Stuhlfrequenz und Beschwerden beim Colon-irritabile-Syndrom mit Obstipation [Effectiveness of plantago seed husks in comparison with wheat brain on stool frequency and manifestations of irritable colon syndrome with constipation]. Med Klin (Munich). 1994;89(12):645-51. German. PMID: 7869999
  5. European Medicines Agency- Lini semen - herbal medicinal product.
  6. Vendrame et al. Six-week consumption of a wild blueberry powder drink increases bifidobacteria in the human gut. J Agric Food Chem. 2011;59(24):12815-20. PMID: 22060186
  7. Lacombe et al. Lowbush wild blueberries have the potential to modify gut microbiota and xenobiotic metabolism in the rat colon. PLoS One. 2013;8(6):e67497. PMID: 23840722
  8. Salari et al. Global prevalence of constipation during pregnancy: a systematic review and meta-analysis. BMC Pregnancy Childbirth. 2024;24(1):836. PMID: 39707279
  9. Andresen et al. Aktualisierte S2k-Leitlinie chronische Obstipation der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) und der Deutschen Gesellschaft für Neurogastroenterologie & Motilität (DGNM) – April 2022 – AWMF-Registriernummer: 021–019. Z Gastroenterol. 2022;60(10):1528-1572. German PMID: 36223785
  10. Nordström et al. Lactiplantibacillus plantarum 299v (LP299V®): three decades of research. Benef Microbes. 2021;12(5):441-465. PMID: 34365915
  11. Ducrotté et al. Clinical trial: Lactobacillus plantarum 299v (DSM 9843) improves symptoms of irritable bowel syndrome. World J Gastroenterol. 2012;18(30):4012-8. PMID: 22912552
  12. Nobaek et al. Alteration of intestinal microflora is associated with reduction in abdominal bloating and pain in patients with irritable bowel syndrome. Am J Gastroenterol. 2000;95(5):1231-8. PMID: 10811333
  13. Niedzielin et al. A controlled, double-blind, randomized study on the efficacy of Lactobacillus plantarum 299V in patients with irritable bowel syndrome. Eur J Gastroenterol Hepatol. 2001;13(10):1143-7. PMID: 11711768
  14. Krammer et al. Reizdarmbehandlung mit Lactobacillus plantarum 299v: Längere Einnahme verstärkt Behandlungserfolg – Ergebnisse einer nichtinterventionellen Studie [Treatment of IBS with Lactobacillus plantarum 299v: Therapeutic success increases with length of treatment - real-life data of a non-interventional study in Germany]. Z Gastroenterol. 2021;59(2):125-134. German. PMID: 33556972
  15. Tursi et al. Randomised clinical trial: mesalazine and/or probiotics in maintaining remission of symptomatic uncomplicated diverticular disease--a double-blind, randomised, placebo-controlled study. Aliment Pharmacol Ther. 2013;38(7):741-51. PMID: 23957734
  16. Bretto et al. Lactobacillus paracasei CNCM I 1572: A Promising Candidate for Management of Colonic Diverticular Disease. J Clin Med. 2022 Mar 30;11(7):1916. PMID: 35407527

Häufige Fragen zur Verstopfung (FAQ)

Ballaststoffreiche Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte und Nüsse haben sich bei einer Verstopfung besonders bewährt. Zudem sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitsmenge geachtet werden. Mindestens 1,5 l sollen es laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung täglich sein. Werden aufquellende Helfer wie Flohsamenschalen genutzt, dürfen es auch 2,5 l sein.
Viele Menschen leiden unter Verstopfung. Der Enddarm fühlt sich leer an, trotzdem nehmen die Beschwerden nicht ab. Dann ist schnelle Hilfe gefragt. Diese kann in Form von rezeptfreien Medikamenten erfolgen. Zudem eignen sich Hausmittel wie Milchzucker, Leinsamen und Heidelbeeren.
In der Regel ist eine Verstopfung harmlos. Gesellen sich Symptome wie Fieber, ausgeprägte Schmerzen, Blut im Stuhl und Erbrechen von Kot hinzu, sollte umgehend ein Arzt zurate gezogen werden.
Fencheltee wird bei Blähungen und Verstopfungen empfohlen. Er wirkt harntreibend, krampflösend sowie entzündungshemmend und kann so Menschen mit einem trägen Darm unterstützen.
Lactobacillus plantarum 299v (LP299V®; Inhaltsstoff in Innovall (R) RDS) ist  ein klinisch erforschter Bakterienstamm, der in Studien bei Patienten mit  Reizdarmsyndrom und Verstopfung (RDS-O) untersucht wurde.11,12,13,14 Das Mikrobiom spielt eine zentrale Rolle bei der Darmtätigkeit – spezifische  Bakterienstämme können helfen, das Gleichgewicht im Darm wiederherzustellen. Bei Verstopfung durch Divertikel zeigte der Bakterienstamm Lactobacillus casei DG® (Inhaltsstoff in Innovall (R) SUD) die beschwerdefreie Zeit verlängern.15,16
Es gibt einige Klassiker, die zu Verstopfungen führen können. Darunter Bananen, Schokolade, weißer Reis, rotes Fleisch, Karotten, Weißmehlprodukte und Fertiggerichte.
Eine akute sowie chronische Verstopfung sollte abgeklärt werden, wenn ausgeprägte Begleitsymptome wie Fieber oder starke Schmerzen bestehen. Zudem ist es hilfreich, den Ursachen des trägen Darms mithilfe eines Mediziners auf die Schliche zu kommen. Schließlich können auch Erkrankungen zu den Verdauungsstörungen führen.
Eine Verstopfung liegt dann vor, wenn der Stuhl weniger als dreimal pro Woche abgesetzt werden kann. Allerdings handelt es sich bei der Verdauung um einen sehr individuellen Vorgang. So können auch Menschen unter einer Verstopfung leiden, wenn sie häufiger als dreimal pro Woche auf Toilette gehen können. Entscheidend sind die begleitenden Beschwerden.
In den allermeisten Fällen ist eine vorübergehende Verstopfung unangenehm, aber harmlos – sie gehört zu den häufigsten Verdauungsthemen überhaupt. Oft stecken alltägliche Auslöser dahinter: zu wenig Bewegung, zu wenig Flüssigkeit, eine ballaststoffarme Ernährung, Stress oder Veränderungen im Tagesrhythmus. Eine zentrale Rolle spielt dabei auch das Zusammenspiel im Darm, denn ein ausgewogenes Mikrobiom unterstützt eine regelmäßige Verdauung.
Aufmerksam werden solltest du jedoch, wenn bestimmte Begleitzeichen auftreten. Such bitte ärztlichen Rat, wenn:
  • die Verstopfung plötzlich und ohne erkennbaren Grund auftritt,
  • starke oder anhaltende Bauchschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen dazukommen,
  • Blut im Stuhl sichtbar ist,
  • ungewollter Gewichtsverlust auftritt,
  • oder sich dein gewohnter Stuhlgang-Rhythmus dauerhaft verändert.
Diese Anzeichen sollten immer ärztlich abgeklärt werden. So bekommst du Klarheit – und kannst gezielt und in Ruhe an deinem Wohlbefinden arbeiten.
Eine einzelne „träge" Phase ist völlig normal – jeder Mensch hat seinen eigenen Rhythmus, und der kann zwischen mehrmals täglich und wenigen Malen pro Woche schwanken. Eine vorübergehende Verstopfung von wenigen Tagen, die sich mit etwas mehr Bewegung, Flüssigkeit und Ballaststoffen wieder gibt, ist in der Regel kein Grund zur Sorge.

Als Orientierung gilt: Halten die Beschwerden länger als etwa zwei bis drei Wochen an oder kehren sie immer wieder, lohnt sich ein ärztliches Gespräch. Das gilt besonders dann, wenn zusätzliche Beschwerden wie starke Schmerzen, Blut im Stuhl oder ungewollter Gewichtsverlust hinzukommen – diese sollten unabhängig von der Dauer rasch abgeklärt werden.

Der Grundgedanke dahinter: Du musst dich nicht mit dauerhaften Beschwerden abfinden. Höre auf die Signale deines Körpers und hol dir Unterstützung, wenn er sie braucht.