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Verstopfung: Ursachen, Hausmittel und was sonst hilft

Verstopfung (Obstipation) ist lästig und nicht selten langwierig. Es gibt verschiedene Ursachen, die dafür sorgen, dass Betroffene nicht auf die Toilette gehen können. Häufig sind ungünstige Lebensbedingungen wie eine ballaststoffarme Ernährung oder unzureichende Bewegung Auslöser für Verstopfung. Es können sich aber auch ernsthafte Erkrankungen hinter einer Verstopfung verstecken.
Hält eine Verstopfung länger an oder wird sie durch ausgeprägte Beschwerden begleitet, ist ein Arztbesuch erforderlich. In vielen Fällen reicht es bereits, die Ernährungsgewohnheiten umzustellen. Rezeptfreie Arzneimittel können bei akuten Zuständen unterstützend wirken. Der Einsatz von Hausmitteln und Probiotika bei Verstopfung ist ebenfalls empfehlenswert. Sie versprechen eine sanfte Vorgehensweise und können auch bei Darmentzündung und Verstopfung eingesetzt werden.

Das Wichtigste in Kürze:

• Wer unter Verstopfung leidet, kann weniger als dreimal in der Woche sein „großes“ Geschäft erledigen.
• Mediziner unterscheiden akute, chronische und gelegentliche Verstopfung.
• Es gibt viele Ursachen für Verstopfung. Am häufigsten machen eine ballaststoffarme Ernährung und unzureichende Bewegung den Darm träge.
• Verdauungsfördernde Lebensmittel wie Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte bringen den Darm in Schwung.
• Ausgewählte mikrobiologische Präparate können für eine harmonische Darmflora sorgen.

Was ist Verstopfung?

Jeder Mensch ist individuell. Das gilt auch für seine Darmentleerung. Während einige Menschen täglich Toilettensitzungen für das „große Geschäft“ einplanen, müssen andere nur alle 2-3 Tage das stille Örtchen aufsuchen. Das macht die Definition von Verstopfung recht schwierig.
Mediziner bezeichnen eine Darmentleerung als normal, wenn sie sich zwischen dreimal täglich und dreimal wöchentlich bewegt. Alles, was außerhalb dieses Rahmens liegt, fällt unter den Begriff Durchfall oder Verstopfung.
Allerdings bedeutet das nicht, dass sich Menschen nicht auch „verstopft“ fühlen können, wenn sie regelmäßig ihren Darm entleeren. Ein harter Stuhl deutet auf eine Verstopfung hin, unabhängig davon, wie oft er auftritt.

Gut zu wissen!

Eine gesunde Darmflora ist wichtig für das Wohlbefinden und kann dabei helfen, Verdauungsbeschwerden entgegenzuwirken. Spezifische Bakterienstämme werden als gesundheitsfördernd betrachtet. Sie sind in fermentierten Lebensmitteln und speziellen mikrobiologischen Präparaten (Mikrobiotika) enthalten.

Verstopfung: Symptome

Eine Verstopfung wird als sehr unangenehm empfunden. Menschen, die unter einer verzögerten Darmentleerung leiden, bemerken das vor allem daran, dass sie seltener ihr „großes Geschäft“ erledigen müssen als in der Vergangenheit. Zudem können bei einer Verstopfung Bauchschmerzen auftreten.

Wer Verstopfung hat, muss Geduld mitbringen.

Verstopfung: häufige Symptome

  • erschwerte Darmentleerung, bei der Pressen oder Nachhelfen nötig ist
  • schmerzhaftes Absetzen von Stuhl
  • harter, klumpiger Stuhl (häufig können nur kleine Mengen ausgeschieden werden)
  • Gefühl, sich nicht vollständig entleert zu haben
  • Völlegefühl
  • Bauchschmerzen
  • Blähungen
  • Unwohlsein
  • Appetitlosigkeit

Verstopfung: Formen

Wer denkt, Verstopfung ist gleich Verstopfung, liegt falsch. Auch hierbei gibt es verschiedene Formen. Sie helfen dabei, die lästigen Beschwerden einzuordnen, und deuten auf eine mögliche Ursache hin.

Akute Verstopfung

Plötzlich ist sie da: die akute Verstopfung. Normalerweise hält sie nur wenige Tage an und verschwindet ebenso schnell, wie sie gekommen ist. Besondere Lebensumstände wie stressige Zeiten, Reisen oder eine Hormonumstellung können die akute Verstopfung auslösen. Allerdings kann sie auch ein Warnsignal für ernsthafte Erkrankungen sein. Das gilt insbesondere dann, wenn weitere körperliche Beschwerden wie Erbrechen, blutiger Stuhl oder Übelkeit hinzukommen.

Chronische Verstopfung

Eine Verstopfung wird dann als chronisch bezeichnet, wenn die Darmentleerung über mindestens 3 Monate hinweg seltener als dreimal wöchentlich erfolgt und weitere klassische Symptome auftreten. Insbesondere eine feste Konsistenz, Pressen beim Stuhlgang und das Gefühl, sich nicht vollständig entleeren zu können, deuten auf eine Verstopfung hin. Weltweit leiden im Durchschnitt 24% der Menschen an chronischer Verstopfung, wobei die Zahl mit dem Alter ansteigt.1

Stundenlange Klo-Sitzungen, heftiges Pressen und Schmerzen durch harten Stuhlgang sind vielen bekannt – Verstopfung.

Die chronische Verstopfung sollte ärztlich abgeklärt werden. Schließlich gibt es Erkrankungen, die in Zusammenhang mit den lästigen Beschwerden gebracht werden können. Nicht selten sind es aber Medikamente oder ungünstige Lebensgewohnheiten, die für eine Ausbremsung der Darmpassage sorgen.

Gelegentliche, vorübergehende oder situative Verstopfung

Wie so häufig, ist nicht alles schwarz oder weiß. Das ist bei der Verstopfung nicht anders. Die gelegentliche, vorübergehende oder situative Verstopfung kann quasi zwischen der akuten und der chronischen Form eingeordnet werden. Das Beschwerdebild reift langsam heran oder verstärkt sich über die Tage hinweg. Zudem gibt es Situationen, die scheinbar die Verstopfung verstärken. Liegt diese besondere Zeit hinter den Betroffenen, fällt auch die Darmentleerung einfacher. Häufig können Reisen, Schichtarbeit sowie Infektionskrankheiten oder die kurzfristige Einnahme von Medikamenten als Übeltäter ausgemacht werden. Alles, was den Lebensrhythmus aus dem Takt bringt, kann diese Form von Verstopfung begünstigen.

Gut zu wissen!

Verstopfungen können auch mit Blick auf die Ursachen voneinander unterschieden werden. Mediziner sprechen von einer primären Verstopfung, oder auch funktionelle Verstopfung genannt, wenn keine organische Ursache festgestellt werden kann. Die sekundäre Verstopfung kann auf eine zugrunde liegende Erkrankung zurückgeführt werden.2

Verstopfung: Ursachen

Es gibt mehrere Gründe dafür, warum Menschen den Toilettengang als quälend empfinden. Manche Ursachen liegen auf der Hand, bei anderen muss der Verdauungstrakt wörtlich gesehen auf links gedreht werden, um dem auslösenden Faktor auf die Schliche zu kommen.

Akute, chronische und gelegentliche Verstopfung: die häufigsten Ursachen

Verdauungsprobleme sind beunruhigend für den Betroffenen. Deshalb ist es empfehlenswert, sich auf Ursachenforschung zu begeben. Schließlich können einige Auslöser recht einfach behoben werden.3

Ursachenforschung hilft den Knoten der Verstopfungen zu lösen.

Ursachen von akuter Verstopfung

Eine akute Verstopfung ist häufig harmlos. Sie kann auf plötzliche Veränderungen im Alltag zurückgeführt werden. Es gibt jedoch auch schwerwiegende Erkrankungen, die zu plötzlichem Stillstand im Darm führen. Deshalb ist auch eine akute Verstopfung unbedingt ernst zu nehmen.
Das kann eine akute Verstopfung auslösen:4

  • Stress
  • Reisen (z.B. durch Zeitumstellung und ungewohnter Tagesablauf)
  • Hormonumstellung
  • vorübergehende Medikamenteneinnahmen (z.B. orale Einnahme von hochkonzentrierten Eisen-Präparaten, H1-Antihistaminika)
  • Verringerte Darmbewegung


Ursachen von chronischer Verstopfung

Wer dauerhaft mit der Verdauungsstörung zu kämpfen hat, ist häufig erschöpft angesichts der lästigen Beschwerden. Auch hier kommen harmlose Ursachen wie eine geringe Zufuhr von Ballaststoffen in Betracht. Zudem gilt es hier, Darmkrebs als Auslöser abzuklären.

Das kann eine chronische Verstopfung auslösen:5

  • ballaststoffarme Ernährung
  • unzureichende Flüssigkeitszufuhr
  • dauerhafte Medikamenteneinnahme (z.B. Betablocker, ACE-Hemmer, Antidepressiva)
  • Bewegungsmangel
  • Divertikelkrankheit
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Störungen der Schilddrüse oder Nebenschilddrüse
  • psychiatrische Erkrankungen wie Depressionen
  • Reizdarmsyndrom
  • Darmkrebs
  • Parkinson
  • Multiple Sklerose
  • Depressionaltersbedingte Motilitätsstörung des Darms

Ursachen von gelegentlicher, vorübergehender oder situativer Verstopfung

Eine gelegentliche, vorübergehende oder situative Verstopfung ist ebenfalls unangenehm. Betroffene können sich damit trösten, dass die entschleunigte Darmentleerung nur kurze Zeit anhält.

Das kann eine gelegentliche, vorübergehende oder situative Verstopfung auslösen:

  • Schichtarbeit
  • Reisen
  • Infektionskrankheiten
  • vorübergehende Medikamenteneinnahmen

Primäre und sekundäre Ursachen gibt es auch noch

Genau wie bei den Formen der Verstopfung können auch bei den Ursachen primäre und sekundäre Typen unterschieden werden. Die primären Ursachen gliedern sich auf drei Gruppen:6

1. Verstopfung mit gewöhnlicher Passagezeit (funktionelle Verstopfung)
2. Verstopfung mit verzögerter Passagezeit (träger Darm)
3. Verstopfung, ausgelöst durch eine Störung des Beckenbodens (outlet-obstruction)

Nur so nebenbei: die normale Passagezeit beträgt 72 Stunden. Das bedeutet, in dieser Zeit hat der Speisebrei die komplette Röhre durch den Körper bewältigt. Bei der funktionellen Verstopfung ist das Vordringen des Stuhlgangs völlig normal, bei einer Verstopfung mit einer verzögerten Passagezeit, dauert es ungewöhnlich lange. Zudem können sich Blähungen hinzugesellen.
Experten diskutieren darüber, ob möglicherweise Störungen derjenigen Nerven in Betracht kommen, die den Darm regulieren. Kann der Beckenboden als Übeltäter verantwortlich gemacht werden, liegt eine Fehlregulation der entsprechenden Muskulatur vor. Dadurch fällt die Darmentleerung schwerer. Dann greifen Betroffene nicht selten zu ihrem Finger, um dem Darm ihre Unterstützung anzubieten.1

Gut zu wissen!

In einer wissenschaftlichen Untersuchung wurden 500 Patienten mit Verstopfung genauer unter die Lupe genommen. Unter ihnen fanden sich 1,4 % mit Darmkrebs und 20 % mit eventuellen Vorstufen.1 Dieses Ergebnis zeigt, dass auch die Abklärung von Darmkrebs bei Verstopfung sinnvoll ist.

Inwieweit tragen Operationen und Medikamente zur Verstopfung bei?

Verstopfung nach OP und Verstopfung durch Medikamente sind häufige Themen. Die Gründe dafür sind einfach erklärt. Wenn sich Betroffene einer Operation unterziehen müssen, sind sie dadurch in der Regel über einige Zeit eingeschränkt in ihrer Bewegungsfreiheit. Die mangelnde Beweglichkeit kann Verstopfungen begünstigen. Zudem können verschiedene Medikamente und Narkosemittel die Darmtätigkeit negativ beeinflussen.
Es gibt zahlreiche Arzneimittel, die den Verdauungsapparat lahmlegen können. Insbesondere bei Opioiden (Schmerzmittel) ist das nachgewiesen. Die enthaltenen Wirkstoffe docken an die Nervenzellen im Verdauungsorgan an. Das Problem dabei ist, dass ausgerechnet diese die Darmtätigkeit regulieren. Durch die Hemmung der Nervenzellenaktivität verlangsamen sich automatisch die Darmbewegungen und Verstopfung entsteht.

Reizdarm kann zu Verstopfung führen

Wenn es um sekundäre Störungen mit Blick auf Verstopfung geht, steht das Reizdarmsyndrom ganz oben auf der Liste. Es tritt vor allem bei Frauen auf und führt zu einer Fehlregulation des gesamten Verdauungsapparates.
Lange wurde das Reizdarmsyndrom belächelt und als Spinnerei abgetan. Heute steht fest, die Beschwerden sollten nicht unterschätzt werden. Betroffene leiden unter Krämpfen und Episoden von Verstopfung sowie Durchfällen.

Gut zu wissen!

Patienten mit Reizdarm zählen zum Typ RDS-O, wenn sie regelmäßig unter Verstopfung leiden. Daneben gibt es noch zwei weitere Reizdarm-Typen, die vordergründig mit Durchfall (RDS-D), oder mit wechselhaft Durchfall und Verstopfung (RDS_M) zu kämpfen haben.

Verstopfung: dann ist ein Arztbesuch fällig

Auch wenn eine Verstopfung in vielen Fällen harmlos ist, gibt es gute Gründe, beim Arzt vorstellig zu werden. Sofern die Verstopfung plötzlich in Erscheinung tritt oder weitere Beschwerden sie begleiten, ist es ratsam, einen Mediziner hinzuzuziehen. Fieber, ausgeprägte Schmerzen, Erbrechen von Kot oder ein berührungsempfindlicher Bauch sind unbedingt abzuklären, denn sie können auf einen Darmverschluss hinweisen. Eine chronische Verstopfung kann für Betroffene sehr quälend sein. Daher empfiehlt es sich auch hier, die Ursache näher zu untersuchen.

Langanhaltende oder schwerwiegende Verstopfung sollte abgeklärt werden.

Verstopfung: Diagnostik bei trägem Darm

Wenn der Darm dauerhaft nicht so will, wie sein Besitzer, ist eine Untersuchung beim Arzt sinnvoll. Zunächst erkundigt sich der Mediziner im Rahmen der Anamnese (Arzt-Patienten-Gespräch) nach den Beschwerden.

Eine Darmspiegelung kann bei chronischer Verstopfung Sinn machen.

Folgende Fragen können dabei gestellt werden:7

  • Seit wann bestehen die Verdauungsunregelmäßigkeiten?
  • Wie stellt sich der Stuhl dar (klumpig, fest)?
  • Ist die Verstopfung an bestimmte Situationen geknüpft?
  • Gibt es weitere Beschwerden wie Fieber, Schmerzen etc.?
  • Bestehen Grunderkrankungen wie Diabetes oder Depressionen?
  • Werden Medikamente eingenommen?
  • Wie sieht die tägliche Ernährung oder Flüssigkeitsaufnahme aus?
  • Wird Sport ausgeübt?

Im Anschluss daran nimmt der Arzt eine eingehende körperliche Untersuchung vor. Der Bauch wird abgehört und der Enddarm abgetastet. Zudem kann verstecktem Blut mit einer Stuhlprobe ausfindig gemacht werden. Steht die Diagnose bis dahin noch nicht fest oder möchte der Mediziner mehr erfahren, können weitere Untersuchungen angesetzt werden.
Zu den Diagnose-Untersuchungen gehören:

  • Blutuntersuchung
  • Ultraschalluntersuchung
  • Röntgenuntersuchung
  • Darmspiegelung

Verstopfung: Behandlung

Seien wir mal ehrlich: die langen Toilettensitzungen rauben Zeit und Nerven. Glücklicherweise gibt es einiges, das einem trägen Darm auf die Sprünge hilft und die Verstopfung lösen kann. Patienten sollten jedoch stets im Hinterkopf behalten, dass der Darm auf verschiedene Bewegungshilfen angewiesen ist.
Zur Behandlung bei Verstopfung zählt u.a.:

  • ausreichend Bewegung
  • genügend Trinkflüssigkeit
  • ballaststoffreiche Ernährung

Was hilft gegen Verstopfung? Ausreichend Bewegung!

Der menschliche Organismus liebt körperliche Aktivität und der Darm ist unbedingt darauf angewiesen. Auf diese Weise kommt Schwung in den Bauch und die Darmbewegungen werden angekurbelt. Experten raten dazu, Bewegung regelmäßig in den Alltag einzubinden. Eine gesunde Darmtätigkeit profitiert von mindestens 30 Minuten täglich. Dabei müssen es keine Ausdauersportarten oder hochtrabenden Freizeitbeschäftigungen sein. Ein Spaziergang eignet sich ebenso, um Verstopfungen entgegenzuwirken.

Gut zu wissen!

Auch Haushaltstätigkeiten bringen Punkte für das Bewegungskonto.

Was tun bei Verstopfung? Genügend trinken!

Wenn es um die Frage geht: „Was hilft bei Verstopfung“, sollte der täglichen Flüssigkeitszufuhr unbedingt Beachtung geschenkt werden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät zu mindestens 1,5 l Flüssigkeitsaufnahme pro Tag. An temperaturreichen Tagen oder wenn Sport auf dem Plan steht, dürfen es 0,5 bis 1 Liter mehr sein. Am besten sind Wasser und ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees geeignet, z.B. Fencheltee. Unter bestimmten Bedingungen können auch Saftschorlen für genügend Flüssigkeit sorgen. Dabei sollte der Saft 1:3 mit Wasser verdünnt werden. Ansonsten wird es zu zuckerig und kalorienreich.2

Gut zu wissen!

In Apotheken ist spezieller Tee gegen Verstopfung erhältlich. Er trumpft mit einer ausgewählten Mischung aus Pflanzenbestandteilen auf. Insbesondere Kamile ist beliebt, denn sie wirkt Krämpfen und Blähungen entgegen. Abführtee ist gut bei Verstopfung. Darin sind häufig Sennesblätter enthalten, die den Feuchtigkeitsgehalt im Stuhl erhöhen sollen.

Ballaststoffreiche Ernährung: Was essen bei Verstopfung?

Die Ernährung nimmt bei Verstopfung eine große Rolle ein. Stellt sich die Frage: Was soll man essen bei Verstopfung? Die gute Nachricht ist, dass mit wenigen Veränderungen auf dem Speiseplan großartige Erfolge erzielt werden können. Insgesamt geht es darum, Ballaststoffen mehr Aufmerksamkeit zu geben. Zwar hören die unverdaulichen Speisebestandteile nicht auf den Befehl: “Verstopfung lösen sofort“, langfristig können sie den Stuhl aber geschmeidiger machen. Das geschieht, indem die Ballaststoffe Wasser binden. Das Volumen des Stuhls wird dadurch erhöht und die Verdauung verbessert.

Empfehlenswerte Lebensmittel gegen Verstopfung

Folgende Lebensmittel haben es bei der Frage: „Was hilft gegen Verstopfung“ auf die Bestenliste geschafft:

  • Haferflocken
  • Dinkelflocken
  • Roggenbrot
  • Pumpernickel
  • Kleie
  • Früchtebrot
  • Amarant
  • Artischocken
  • Schwarzwurzel
  • Trockenfrüchte
  • Hülsenfrüchte wie Bohnen, Linsen, Erbsen
  • Nüsse wie Haselnüsse, Walnüsse, Pekannüsse
  • Samen, beispielsweise Chia-Samen

Gut zu wissen!

Bei wem es auf der Toilette recht langsam vorangeht, der sollte etwa 35 g Ballaststoffe täglich aufnehmen. Gemüse, Obst und Vollkornprodukte sind dabei besonders empfehlenswert. Aber Vorsicht: der Darm benötigt einige Zeit, um sich an die unverdaulichen Speisebestandteile zu gewöhnen. Daher sollte nicht von 0 auf 100 beschleunigt werden. Übrigens: Ballaststoffe sind auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr angewiesen. Nur so können sie aufquellen.

Verstopfung: Was hilft schnell?

Da eine Verstopfung die Lebensqualität stark beeinträchtigen kann, fragen sich Patienten häufig: „Was hilft schnell bei Verstopfung“? Automatisch kommen dann Arzneimittel gegen Verstopfung in den Sinn. Der Einsatz von entsprechenden Medikamenten sollte aber gut überlegt und nur kurzfristig sein. Zwar treten bei vielen rezeptfreien Medikamenten keine Gewöhnungseffekte oder Abhängigkeiten auf, die schnelle Hilfe bei Verstopfung löst aber nicht das ursächliche Problem.

Folgende Wirkstoffe gegen Verstopfung sind empfehlenswert:

  • Macrogol
  • Natriumpicosulfat
  • Bisacodyl
Rezeptfreie Medikamente und Probiotika aus der Apotheke können Hilfe bei Verstopfung bringen.

Gut zu wissen!

Es gibt auch Zäpfchen gegen Verstopfung. Auch wenn die Wirkstoffe in der Regel harmlos sind, sollten zunächst aber Hausmittel gegen Verstopfung eingesetzt werden, um neue Dynamik in den Darm zu bringen.

Verstopfung bei Kindern

Die Kleinen unter uns quält eine Verstopfung besonders. Auch hier sind die meisten Ursachen harmlos. So kann in mehr als 95% der Fälle bei Kindern über 1 Jahr eine funktionelle Störung ausgemacht werden. Das gilt mit Blick auf Verstopfung und Kinder, die das erste Lebensjahr überschritten haben. Oft ist eine Nahrungsumstellung oder eine ballaststoffarme Ernährung verantwortlich für die Verstopfung.3 Kinder profitieren dann insbesondere von Vollkornbrot statt Weißbrot. Genügend Obst, Gemüse und andere ballaststoffreiche Lebensmittel sollten auf dem Speiseplan stehen. Zudem kann ein Toilettentraining Sinn machen.

Verstopfung: Baby profitiert ebenfalls von Ballaststoffen

Verstopfung beim Baby ist ebenfalls keine Seltenheit und sollte immer beim Arzt abgeklärt werden. Leidet ein Baby unter Verstopfung, kann der Einsatz von Milchzucker oder Lactulose empfehlenswert sein. Baby-Verstopfung kann zudem mit einer ballaststoffhaltigen Kost entgegengewirkt werden. Hierbei bieten sich die oben genannten Lebensmittel an. Grundvoraussetzung ist natürlich, dass der Nachwuchs bereits feste Nahrung aufnehmen kann.

Gut zu wissen!

Verstopfung und Schwangerschaft gehören für viele Frauen zusammen. Doch was hilft in diesem Fall gegen Verstopfung? Schwangere sollten ebenfalls nicht zurückhaltend bei Ballaststoffen sein. Zudem versprechen verschiedene Hausmittel wie Milchzucker, Flohsamenschalen und Heidelbeeren sanfte Abhilfe bei Verstopfung. Schwangerschaft ist übrigens nicht gleichbedeutend mit Bewegungseinschränkung. Es gibt viele Aktivitäten, denen auch mit „dickem“ Bauch nachgegangen werden kann.

Hausmittel gegen Verstopfung

Hausmittel gegen Verstopfung sind beliebt. Kein Wunder, denn sie sind gut verträglich, kostengünstig und beinahe in jedem Küchenschrank zu finden. Alle, die sich fragen: „Was tun bei einer Verstopfung“ sollten jetzt genau aufpassen. Es gibt nämlich einige Kandidaten, die bei Verstopfung als Hausmittel dienen und einen Einlauf überflüssig machen.

Was hilft denn bei Verstopfung? Hausmittel Deluxe

Verstopfung und Hausmittel haben eine lange Tradition. „Verstopfung lösen und zwar sofort“ war schließlich schon bei Besuchern auf dem Donnerbalken ein ausgesprochener Befehl. Die Liste der Hausmittel bei Verstopfung ist lang. Folgende Helfer eignen sich besonders als Hausmittel. Verstopfung ist damit der Kampf angesagt.

1. Milchzucker bei Verstopfung

Milchzucker bei Verstopfung ist ein gutes Hausmittel. Der Milchzucker (Laktose) ist in der Lage, die Darmtätigkeit anzuregen und so abführende Effekte herbeizuführen. Der Trick dahinter ist ganz einfach: Verfügt der Körper über ungewöhnlich viel Milchzucker, gelingt es ihm nicht, diesen mithilfe des Enzyms Laktase zu zerlegen. Der unverdaute Milchzucker zieht nun Wasser aus dem Organismus in den Darm an. Dadurch wird der Stuhl weicher und voluminöser. Anwender sollten auf eine schleichende Dosierung setzen. Zunächst sollte mit einem Esslöffel Milchzucker gestartet werden. Laktoseintolerante Menschen sollten allerdings einen Bogen um dieses Hausmittel machen.

2. Verstopfung und Flohsamenschalen

Flohsamenschalen können sich laut Studien regulierend auf die Darmtätigkeit auswirken und bei Verstopfungen helfen.4 Die Wirkung wird darauf zurückgeführt, dass sie viele Ballaststoffe enthalten und im Darm aufquellen. Somit wird der Stuhl geschmeidiger. Gleichzeitig werden die Darmbewegungen auf Trab gebracht. Flohsamenschalen können bereits vor dem Verzehr zum Aufquellen in Wasser eingelegt werden. Anwender sollten im Anschluss immer ausreichend trinken, da sonst dem Darm weiter Wasser entzogen werden kann und die Verstopfung eher verschlimmert wird. Das bedeutet über den Tag verteilt mindestens 1,5 Liter.

Leinsamen wirken sich verdauungsfördernd aus.

3. Leinsamen gegen Verstopfung

Auch Leinsamen haben beim Thema Verstopfung auf sich aufmerksam gemacht. Zur Vorbeugung und zur Behandlung von Verstopfungen wird empfohlen, dreimal täglich 15 g zu verzehren. Auch hierbei ist eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme wichtig.5 Vor dem Genuss sollten die Samen gequetscht oder geschrotet werden. So werden die wertvollen Schleimstoffe und Öle freigesetzt.

4. Heidelbeeren bei Verstopfung

Die Wunderbeeren sind reich an Ballaststoffen und können deshalb bei Verstopfung angewendet werden. Heidelbeeren könnten aber noch auf eine andere Weise wirken. Studien der University of Maine ergaben, dass wilde Blaubeeren die Verdauung optimieren können. In Tierversuchen wurde festgestellt, dass die Beeren Probiotika enthielten.

Diese spielen eine wichtige Rolle für die Darmgesundheit. In einer weiteren Untersuchung konnten Hinweise darauf gefunden werden, dass Blaubeersaft der Darmflora in die Karten spielt, indem er die Anzahl der Bifidobakterien erhöht.6,7

Mikrobiotika bei Verstopfung

Der Darm ist ein wahres Wunderwerk. Er schleust nicht nur in einer beachtlichen Präzision den Speisebrei durch den Körper, sondern ist auch die Kommandozentrale des Immunsystems. Fakt ist, der Mikrokosmos im Bauch ist auf Bakterien angewiesen, um seine Aufgaben zu verrichten. Nur wenn das empfindliche Gleichgewicht bewahrt wird, fühlt sich der Darmbesitzer wohl. Allerdings können Stress, Antibiotikaeinnahme und Erkrankungen das Gleichgewicht ungünstig verlagern. Dann kann es zu Verstopfung und weiteren Verdauungsstörungen kommen. Eine darmfreundliche Ernährung, ausreichend Bewegung und viel Flüssigkeit wirken einem trägen Darm entgegen. Ausgewählte mikrobiologische Präparate, wie Innovall® RDS,können von Betroffenen mit Reizdarmsyndrom und entsprechender Funktionsstörung eingesetzt werden. Mithilfe des spezifischen Bakterienstamms Lactobacillus plantarum 299v (kurz: LP299V®) soll es gelingen, wieder mehr Harmonie in den Darm zu bringen. Die gute Nachricht ist, dass sich Innovall® RDS auch für eine langfristige Einnahme eignet und besonders schonend zum Magen-Darm-Trakt ist.

Ausgewählte Darmbakterien sind bei Verstopfung hilfreich.

Auch Patienten, die Divertikel im Darm haben, also kleine ballonartige Ausstülpungen der Darmwand, entwickeln häufig eine chronische funktionelle Verstopfung. Spezifische mikrobiologische Präparate, wie beispielsweise Innovall® SUD zum Diätmanagement bei einer symptomatischen unkomplizierten Divertikelkrankheit können auch hier Linderung verschaffen. Der enthaltene Bakterienstamm Lactobacillus casei DG® konnte in Studien u.a. bei den Patienten die beschwerdefreie Zeit verlängern.

FAQ – häufige Fragen und Antworten rund um Verstopfung

Was essen und trinken bei Verstopfung?

Ballaststoffreiche Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte und Nüsse haben sich bei einer Verstopfung besonders bewährt. Zudem sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitsmenge geachtet werden. Mindestens 1,5 l sollen es laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung täglich sein. Werden aufquellende Helfer wie Flohsamenschalen genutzt, dürfen es auch 2,5 l sein.

Was hilft schnell bei Verstopfung?

Viele Menschen leiden unter Verstopfung. Der Enddarm fühlt sich leer an, trotzdem nehmen die Beschwerden nicht ab. Dann ist schnelle Hilfe gefragt. Diese kann in Form von rezeptfreien Medikamenten erfolgen. Zudem eignen sich Hausmittel wie Milchzucker, Leinsamen und Heidelbeeren.

Wann wird es gefährlich?

In der Regel ist eine Verstopfung harmlos. Gesellen sich Symptome wie Fieber, ausgeprägte Schmerzen, Blut im Stuhl und Erbrechen von Kot hinzu, sollte umgehend ein Arzt zurate gezogen werden.

Hilft Fencheltee gegen Verstopfung?

Fencheltee wird bei Blähungen und Verstopfungen empfohlen. Er wirkt harntreibend, krampflösend sowie entzündungshemmend und kann so Menschen mit einem trägen Darm unterstützen.

Verstopfung was hilft schnell?

Eine ballaststoffreiche Ernährung kann sich relativ schnell auf eine Verstopfung auswirken. Betroffene sollten allerdings einige Tage Geduld haben. Schneller geht es mit Milchzucker oder rezeptfreien Arzneimitteln.

Welche Lebensmittel führen zu Verstopfung?

Es gibt einige Klassiker, die zu Verstopfungen führen können. Darunter Bananen, Schokolade, weißer Reis, rotes Fleisch, Karotten, Weißmehlprodukte und Fertiggerichte.

Verstopfung wann zum Arzt?

Eine akute sowie chronische Verstopfung sollte abgeklärt werden, wenn ausgeprägte Begleitsymptome wie Fieber oder starke Schmerzen bestehen. Zudem ist es hilfreich, den Ursachen des trägen Darms mithilfe eines Mediziners auf die Schliche zu kommen. Schließlich können auch Erkrankungen zu den Verdauungsstörungen führen.

Ab wann spricht man von Verstopfung?

Eine Verstopfung liegt dann vor, wenn der Stuhl weniger als dreimal pro Woche abgesetzt werden kann. Allerdings handelt es sich bei der Verdauung um einen sehr individuellen Vorgang. So können auch Menschen unter einer Verstopfung leiden, wenn sie häufiger als dreimal pro Woche auf Toilette gehen können. Entscheidend sind die begleitenden Beschwerden.