Asthma: Asthmaspray und Co. im Überblick

Asthma ist eine chronische Erkrankung der Atemwege, die leider bisher nicht heilbar ist. Mit einer Stufentherapie und gezielten Medikamenten gelingt es, die Beschwerden dauerhaft in den Griff zu bekommen undeine gute Lebensqualität trotz Asthma sicherzustellen. Je nach Alter und Schwere der Erkrankung werden verschiedene Medikamente verschrieben. Zu den wichtigsten Asthma-Medikamenten zählt das Asthmaspray. Es kann im Ernstfall Leben retten und akute Beschwerden lindern.1

Das Wichtigste in Kürze

  • Asthma-Medikamente haben das Ziel, die Atemwege zu erweitern und die Entzündungsbereitschaft der Bronchien herabzusetzen.
  • Mediziner*innen unterscheiden Langzeit-Asthmasprays von Notfall-Asthmasprays.
  • Eine Therapie mit Asthmaspray kann über Dosieraerosole oder Pulverinhalatoren erfolgen. Rezeptfreie Asthmasprays enthalten in der Regel Meersalzlösungen und sind lediglich zur Vorbeugung von Asthmaanfällen geeignet.

Was für Medikamente bei Asthma?

Nach Diagnosestellung müssen sich Asthmatiker*innen darauf einstellen, dass sie ein Leben lang mit der Erkrankung konfrontiert sind. Allerdings gibt es viele Medikamente, die die typischen Beschwerden wie Luftnot, Engegefühl in der Brust, Husten und Atemgeräusche entscheidend verringern. Selbst wenn keine Symptome bestehen, ist eine Therapie wichtig, um einen Asthmaanfall zu vermeiden und die körperliche Fitness aufrechtzuerhalten.

Grundsätzlich unterscheiden Mediziner*innen zwei Medikamentengruppen:

  • Notfallmedikamente (Reliever): Arzneimittel, die unter diese Gruppe fallen, sorgen für eine Erweiterung der Atemwege. Die Asthmaspray-Wirkung tritt schnell ein, sodass die Asthmaspray-Anwendung bei plötzlichen Anfällen empfohlen wird. Allergische Reaktionen, die sich auf die Atemwege auswirken, können damit ebenfalls gelindert werden. Dazu gehören Beta-Sympathomimetika und Anticholinergika.
  • Langzeitmedikamente (Controller): Ein wichtiger Baustein der Behandlung ist die Bekämpfung der Entzündung.  Langzeit-Asthmamedikamente, haben die Aufgabe, die Entzündungsbereitschaft der Bronchien herabzusetzen. Ein Asthmaspray mit Cortison, als Spray oder Pulver eingeatmet, fällt unter diese Kategorie.2 Aber auch Asthmasprays mit Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten (Montelukast) oder Kombinationspräparate.3
  • Kombinationspräparate: Diese Asthmasprays kombinieren Wirkstoffe der Controller und der Reliever, also Kortison und ein Beta-Sympathomimetikum.

Gut zu wissen!

Bei der Behandlung von Asthma bronchiale oder anderen Atemwegserkrankungen wie chronischer Bronchitis wird nicht nur auf Asthma-Medikamente gesetzt. Auch spezielle Atemübungen helfen Betroffenen, mit ihrer Erkrankung umzugehen.

Atemübungen können die Asthmatherapie sinnvoll ergänzen.

Medikamente gegen Asthma bronchiale: Anwendung

Nach Diagnosestellung müssen sich Asthmatiker*innen darauf einstellen, dass sie ein Leben lang mit der Erkrankung konfrontiert sind. Allerdings gibt es viele Medikamente, die die typischen Beschwerden wie Luftnot, Engegefühl in der Brust, Husten und Atemgeräusche entscheidend verringern. Selbst wenn keine Symptome bestehen, ist eine Therapie wichtig, um einen Asthmaanfall zu vermeiden und die körperliche Fitness aufrechtzuerhalten.Zwar gibt es keinen einheitlichen Asthma-Test, aber genügend Untersuchungsverfahren, um herauszufinden, ob die chronische Erkrankung vorliegt. Wurde zweifelsfrei festgestellt, dass Asthma-Medikamente mit Cortison oder auch ohne Cortison notwendig sind, muss die passende Anwendungsform zum Einsatz kommen. Eine Therapie mit Asthmaspray kann über Dosieraerosole oder Pulverinhalatoren erfolgen; je nachdem, welche Situationen vorliegen. Im Allgemeinen wird das Cortison als Spray oder Pulver eingeatmet. Auf diese Weise kommen die Medikamente direkt in die Atemwege.

1. Dosier-Aerosol (Asthmaspray)

Dieses Asthmaspray für Kinder oder Erwachsene funktioniert immer nach dem gleichen Prinzip. Das Dosier-Aerosol sorgt dafür, dass die Wirkstoffe in vielen kleinen Tröpfchen oder Teilchen die Lunge erreichen. Den Sprühstoß setzen Patienten*innen mit der Hand selbst in Gang.4

2. Pulverinhalatoren

Dieses Asthmaspray für Kinder oder Erwachsene funktioniert immer nach dem gleiLandet ein Asthmaspray im Handgepäck, ist es nicht selten ein Pulverinhalator. Hier erreichen Pulverteilchen die Lunge. Allerdings ist dabei ein gewisses Maß an Atemkraft notwendig. Kinder oder Personen, die gerade einen Asthmaanfall haben, können Pulverinhalatoren in der Regel nur unzureichend bedienen.2

3. Vernebelt

Hier kommt ein elektrisches Inhalier-Gerät zum Einsatz, das mit einem Mundstück oder einer Maske ausgestattet ist. Der Vernebler zerstäubt flüssige Medikamente welche dann langsam und tief eingeatmet werden, um die gewünschte Wirkung zu erreichen.2 Vernebler werden häufig eingesetzt wenn man mit Dosieraerosolen oder Pulverinhalatoren nicht zurechtkommt.

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Asthmaspray: Inhaltsstoffe

Nach Diagnosestellung müssen sich Asthmatiker*innen darauf einstellen, dass sie ein Leben lang mit der Erkrankung konfrontiert sind. Allerdings gibt es viele Medikamente, die die typischen Beschwerden wie Luftnot, Engegefühl in der Brust, Husten und Atemgeräusche entscheidend verriViele Patienten*innen interessieren sich dafür, welche Inhaltsstoffe im Asthmaspray enthalten sind. Folgende Tabelle liefert einen Überblick über die Wirkstoffe, die bei der Atemwegserkrankung zum Einsatz kommen.

WirkstoffgruppeWirkstoffAndwenungsform
Kurzwirksame Beta-2-(Sympatho) Mimetika Asthmaspray mit Salbutamol, Terbutalin,FenoterolReliever
Langwirksame Beta-2-(Sympatho) MimetikaFormoterol, SalmeterolDosieraerosol oder Pulverinhalat
Kurz oder langwirksame Beta-2-(Sympatho)Terbutalin, Salbutamol, Clenbuterol, BambuterolTabletten
Anticholinergika IpratropiumbromidInhalation
CortisonBeclomethason, Budesonid, Fluticason, Mometason, CiclesonidDosieraerosol oder Pulverinhalat
CortisonPrednisolon, Prednison, MethylprednisolonTabletten
XanthineTheophyllinAsthma Medikamente (Kapseln)
CromoneCromoglycinsäureInhalation
Leukotrien-Rezeptor-AntagonistenMontelukastTabletten
Monoklonaler AntikörperOmalizumabSpritze
Tabelle 1: Asthma-Medikamente: Inhaltsstoffe. Quelle: eigene Darstellung nach https://www.tk.de/techniker/gesundheit-und-medizin/behandlungen-und-medizin/asthma-bronchiale/wirkstoffe-asthma-medikament-2013070?tkcm=ab

Gut zu wissen!

Die Wirkstoffe von Asthmasprays haben vor allem durch COVID-19 Berühmtheit erlangt. Auch wenn eine Studie positive Effekte beim Einsatz von Budesonid als COVID-19-Medikament gezeigt hat, müssen erst weitere Untersuchungen erfolgen, um eine klare Handlungsempfehlung geben zu können.5,6

Asthmaspray – Dauer und Dosierung

Die Verwendungsdauer und Dosierung von Asthmasprays richtet sich immer nach der Schwere und dem Verlauf der Erkrankung und muss grundsätzlich ärztlich abgeklärt werden. Langzeit-Asthmaspray und Notfallspray unterscheiden sich maßgeblich in der Dauer der Anwendung. Das Notfall-Asthmaspray ist so eingestellt, dass ein Sprühstoß ausreichend ist, um die Beschwerden schnell zu lindern. Langzeit-Asthmasprays werden teilweise mehrfach täglich eingesetzt, je nach ärztlicher Verordnung.

Asthmaspray ohne Rezept, geht das?

Ein Asthmaspray rezeptfrei zu kaufen, ist prinzipiell möglich. Im Vordergrund stehen hier Präparate, die mit einem Vernebler oder Dosieraerosolen und Pulverinhalatoren angewendet werden. Wirkstoffe sind hier im Normalfall nicht enthalten, sondern lediglich Meersalzlösungen. Ob ein rezeptfreies Asthmaspray ohne Cortison sinnvoll ist, sollte mit dem behandelnden Arzt oder der Ärztin besprochen werden. Grundsätzlich gilt: Ein Asthmaspray von DM und Co. ist keine geeignete Therapie bei schweren Asthmaverläufen. Eine chronische Atemwegserkrankung sollte stets von einem Mediziner oder einer Medizinerin überwacht werden. Sie können geeignete Medikamente verschreiben.

Asthmaspray sollte im besten Fall von Arzt oder Ärztin verschrieben werden.
Asthmaspray sollte im besten Fall von Arzt oder Ärztin verschrieben werden.

Asthmaspray: Nebenwirkungen

Medikamente können Nebenwirkungen verursachen. Das gilt auch für Arzneimittel, die Asthmatiker*innen verschrieben werden. Welche unerwünschten Begleiterscheinungen in Kauf genommen werden müssen, hängt von den Wirkstoffen, der Anwendung und der Dosierungshöhe ab. Arzneimittel wie Cortison, die über Asthmasprays verabreicht werden, sind normalerweise mit weniger Nebenwirkungen verbunden als Tabletten, die auf den ganzen Körper wirken.3 Dennoch sollte bei leichten Asthma-Verläufen eine medikamentöse Behandlung ärztlich gut abgewägt werden. 

Je nach Asthma-Medikament können folgende Nebenwirkungen auftreten:1

  • Schlafstörungen
  • Magen-Darm-Probleme
  • Husten
  • Heiserkeit
  • Pilzinfektionen im Mund

Darm-Lungen-Achse: Wie der Darm die Lunge stärkt

Forscher*innen ist bereits gelungen nachzuweisen, dass das Mikrobiom im Darm an zahlreichen Körperfunktionen und der Regulierung des Immunsystems beteiligt ist. Es hilft u.a. bei der Nahrungsverwertung, Herstellung von wichtigen Botenstoffen sowie Vitaminen und unterstützt das Immunsystem maßgeblich. Die Entwicklung von Asthma basiert meist auf einer genetischen Veranlagung und äußeren Auslösefaktoren. Diese äußeren Umweltfaktoren können die natürliche Zusammensetzung der Darmmikrobiota (auch Darmflora genannt) positiv (z.B. durch Aufwachsen auf dem Bauernhof) oder negativ (Allergene, Luftschadstoffe) beeinflussen. Bei den Darmbakterien handelt es sich also um echte Sensibelchen.  Und die Studien zeigen, eine ungünstige Darmflora-Zusammensetzung (Dysbiose) hat einen hohen Einfluss auf die Asthma-Entwicklung.

Aber wie können Vorgänge im Darm Auswirkungen in der Lunge haben? 

Lunge und Darm sind beides Organe die etwas von außen in den Körper aufnehmen und nicht mehr benötigtes abgeben sollen. Um vor unerwünschten Eindringlingen geschützt zu sein, sind beide eng über das Immunsystem verbunden, dessen Zentrale  tatsächlich im Darm sitzt. Gesteuert wird diese Verbindung über die Darmbakterien und deren Stoffwechselprodukte. Eine Dysbiose und die reduzierte mikrobielle Vielfalt im Darm bringen die Immunregulation an der Darm-Lungen-Achse durcheinander, was zu Überempfindlichkeit und Hyperreaktivität gegenüber Atemwegs- und Nahrungsmittelallergenen führen kann.7 Da unsere Bewohner im Darm also einen wesentlichen Beitrag zum Wohlbefinden leisten, ist es empfehlenswert, einer Dysbalance im Darm entgegenzuwirken. Das Mikrobiom von Asthmatiker*innen kann u.a. mit ausgewählten mikrobiologischen Präparaten (wie Innovall® ATOP) moduliert werden. Das Präparat wird speziell zum Diätmanagement bei den atopischen Erkrankungen Neurodermitis und Asthma empfohlen. Innovall® ATOP vereint zwei spezifisch ausgewählte Bakterienstämme, die den gestörten Mikrokosmos im Darm bei den Betroffenen stärken. Besonders spannend ist, dass Innovall® ATOP die Bakterienstämme Lactobacillus paracasei GMNL-133 und Lactobacillus fermentum GM-090 kombiniert. Eine klinische Studie zeigte, dass die Bakterienstämme die Lungenfunktion und den Asthma-Schweregrad der Kinder optimierte und das Asthma so besser unter Kontrolle gebracht wurde.8

FAQ

1. Was bewirkt Asthmaspray?

Asthmaspray hat das Ziel, die Beschwerden von Asthma zu reduzieren und einen Asthmaanfall zu verhindern. Während Bedarfsmedikamente die Atemwege schnell erweitern, setzen Dauermedikamente die Entzündungsbereitschaft der Bronchien langfristig herab.

2. Was tun, wenn Asthmaspray nicht wirkt?

Sollten Patient*innen bemerken, dass die ihnen verschriebenen Arzneimittel keine ausreichende Wirkung erzielen, kann es notwendig sein, die Medikation  umzustellen. Hierfür stehen mehrere Wirkstoffgruppen zur Verfügung. Auch eine Kombination der Wirkstoffe ist möglich. Dies sollte immer ärztlich abgeklärt werden.

3. Wie oft kann man Asthmaspray benutzen?

Ein Asthmaspray wird entweder dauerhaft oder lediglich im Notfall angewendet. Patient*innen sollten sich dabei genau an die Dosierempfehlung halten und im Zweifel einen Arzt oder Apotheker fragen.

4. Welche Medikamente darf man bei Athma nicht nehmen?

Antibiotika, Schmerzmittel wie Aspirin oder Ibuprofen, naturheilkundliche Mittel wie Echinacea und Betablocker (Bluthochdruckmedikamente) können Asthma-Beschwerden verstärken. Daher sollte eine Einnahme von weiteren Medikamenten unbedingt zuvor mit dem Arzt oder der Ärztin abgesprochen werden.9