MICROBIOTICA mikrobiologische Präparate

Colitis Ulcerosa

Colitis ulcerosa zählt zu den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED). Der Begriff Colitis leitet sich ab von „colon“ (Dickdarm) und der Wortendung –itis (Entzündung). Der Zusatz ulcerosa stammt von dem Wort „Ulcus“ (Geschwür).

Bei der Colitis ulcerosa handelt es sich um eine chronische Entzündung der Schleimhaut des Dickdarms. Sie kann zu oberflächlichen Geschwüren (Ulzerationen) führen. Die Erkrankung beginnt am Ende des Dickdarms. Von dort kann sie sich über den Dickdarm in Richtung Dünndarm ausbreiten.

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Ursachen und Auslöser

Wodurch die Entzündung ausgelöst wird, ist noch nicht genau bekannt. Eine entscheidende Rolle beim Ausbruch von Colitis ulcerosa spielen Störungen der körpereigenen Immunabwehr, Infektionen und eine gestörte Mikrobiota (Darmflora). Hinzu kommen genetische Faktoren. Stress und psychische Belastungen können den Krankheitsverlauf ungünstig beeinflussen.

Am häufigsten erkranken junge Erwachsene. Die meisten Betroffenen sind beim ersten Auftreten der Colitis ulcerosa zwischen 25 und 35 Jahren alt. Eine leichte bis mittelschwere Verlaufsform der Colitis ulcerosa überwiegt, schwere Verläufe sind seltener.

Typische Beschwerden bei Colitis ulcerosa

  • Blutig-schleimige Durchfälle
  • Starke, krampfartige Bauchschmerzen
  • Häufiger Stuhldrang, oft schmerzhaft
  • Abgeschlagenheit

Charakteristisch für Colitis ulcerosa ist, dass sie in Schüben auftritt. Phasen akuter Entzündungen wechseln sich ab mit beschwerdefreien Zeiten, in denen die Erkrankung ruht. In dieser Ruhephase (Remission) erholt sich die Schleimhaut des Dickdarms, die Symptome gehen zurück.

Behandlung der Colitis ulcerosa

Die Therapie ist abhängig von der Stärke der Entzündung und Ausdehnung der Colitis ulcerosa. Die Behandlung erfolgt individuell und entsprechend den Behandlungsleitlinien der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS).

Bei einem akuten Entzündungsschub stehen Medikamente an erster Stelle. Der entzündungshemmende Wirkstoff Mesalazin (5-Aminosalicylsäure, 5-ASA-Präparate) wird bei einem akuten leichten bis mittelschweren Schub in Form von Zäpfchen, Schaum oder Einlauf zur rektalen Anwendung verschrieben. Tritt durch diese Medikamente keine Besserung ein, können Steroidpräparate (Kortison) zur lokalen Anwendung oder Mesalazin in Form von Tabletten eingesetzt werden.

Kortison besitzt eine stark entzündungshemmende Wirkung und unterdrückt die Reaktion des Immunsystems. Es wirkt rasch im akuten Krankheitsschub, ist jedoch aufgrund der Nebenwirkungen (Osteoporose) nicht für den langfristigen Einsatz geeignet. Im nächsten Schritt kommen bei einem schweren Schub Immunsuppressiva (z.B. Azathioprin) zum Einsatz, die allerdings erst nach einigen Monaten wirken.

Sogenannte Biologika greifen gezielt in die fehlgeleitete Abwehrreaktion des Körpers ein, können den Entzündungsprozess unterbrechen, sind jedoch sehr teuer. Microbiotica können dabei helfen, die gestörte Mikrobiota ins Gleichgewicht zu bringen und die Barrierefunktion der Darmschleimhaut zu unterstützen.

In schweren Fällen der Colitis ulcerosa kann eine Operation (Entfernung des Dickdarms) notwendig sein.

Ernährung bei Colitis ulcerosa

Infolge der Entzündung der Darmschleimhaut und der Durchfälle leiden viele Betroffene unter einer gestörten Resorption von Nährstoffen, also Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Ein Mangel, vor allem an Eisen, Folsäure, Zink und fettlöslichen Vitaminen, wird über Tabletten oder Infusionen ausgeglichen.

Eine Ernährungsberatung ist sinnvoll, um langfristig Mangelerscheinungen oder Untergewicht entgegenzuwirken. Ernährungstagebücher können helfen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten auf die Spur zu kommen. Studien zeigen zudem, dass die Bakterienflora (Mikrobiota) im Darm bei Colitis ulcerosa verändert ist.

Sport und Bewegung ohne Leistungsdruck wirken sich auf das allgemeine Wohlbefinden aus und helfen beim Stressabbau.

Unterschiede zwischen Colitis ulcerosa und Morbus Crohn

Colitis ulcerosa und Morbus Crohn gehören zu den häufigsten chronisch entzündlichen Darmerkrankungen. Gemeinsamkeiten sind die Durchfälle, der schubweise Verlauf und zum Teil auch die eingesetzten Medikamente. Doch Lokalisation, Verlauf und Symptomatik sind verschieden.

Colitis Ulcerosa (CU)Morbus Crohn
Nur die Darmschleimhaut betroffenBefall der gesamten Darmwand
Auf den Dickdarm beschränktGesamter Verdauungstrakt kann betroffen sein
Beginn im Enddarm, kontinuierlich aufsteigendWechsel von gesunden und entzündeten Abschnitten im Darm
Durchfälle blutig-schleimigDurchfälle, selten blutig

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