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Ernährung bei Reizdarm – was gilt es zu beachten?

Wie bei fast jeder Erkrankung des Magen-Darm-Traktes kann man auch bei einem Reizdarm mit der richtigen Ernährung einiges bewirken. Obwohl der Darm sich gegen viele Lebensmittel zu wehren scheint, müssen Sie im Grunde gar nicht auf so vieles verzichten – wichtig ist es, die richtigen Lebensmittel in den Speiseplan zu integrieren. Was Sie bei einem Reizdarm essen können und worauf Sie sonst noch achten sollten, erfahren Sie hier.

Reizdarm-Tagebuch: Entdecken Sie mögliche Zusammenhänge zwischen Ernährung und Darmbeschwerden

Jeder Mensch reagiert anders auf Lebensmittel, Getränke und Co. Leiden Sie vermehrt unter Magen-Darm-Beschwerden oder sogar einem Reizdarm, ist es umso wichtiger zu wissen, was Sie bedenkenlos essen und trinken können. Ihre Verdauung bereitet Ihnen an manchen Tagen mehr Probleme als an anderen? Möglicherweise bestehen Zusammenhänge zwischen bestimmten Lebensmitteln oder Essgewohnheiten und den auftretenden Symptomen.

Um das herauszufinden, ist ein Reizdarm-Tagebuch ratsam, in dem Sie Mahlzeiten, Aktivitäten und Beschwerden dokumentieren. Vielleicht entdecken Sie selbst schon einen Zusammenhang zwischen der Ernährung und den Problemen, die Ihnen zu schaffen machen. Auf jeden Fall ist das Reizdarm-Tagebuch eine wichtige Zusatzinformation für den behandelnden Arzt. Kommt man den Auslösern auf die Spur, sollten Sie in Absprache mit dem Mediziner längere Zeit vom Verzehr absehen. Wenn sich der Darm beruhigt hat, können Sie verdächtige Nahrungsmittel in kleinen Mengen wieder vorsichtig ausprobieren. Übrigens eignet sich ein solches Tagebuch auch, um mögliche Unverträglichkeiten aufzudecken. Sie sind bei Menschen mit Reizdarm keine Seltenheit.

Falls Sie nicht wissen, wie ein solches Tagebuch am besten zu führen ist – keine Sorge! Auf den ersten Seiten der Vorlage finden Sie eine einfache Anleitung zur Nutzung.

Zum Reizdarm-Tagebuch

Essen bei Reizdarm: Was darf auf den Ernährungsplan und was nicht?

Es gibt einige Lebensmittel, die sich als besonders verträglich oder aber als weniger bekömmlich im Rahmen der Ernährung bei einem Reizdarm erwiesen haben:

Dos – Ernährung bei Reizdarm

  • Vollkornprodukte: Vollkornnudeln und -reis, Haferflocken
  • Gemüse: Karotten, Pastinaken, Kartoffeln
  • Obst: Bananen, Himbeeren, Kiwi
  • Getränke: Wasser, ungesüßte Kräutertees
  • Milchprodukte ohne Laktose

Don‘ts – Ernährung bei Reizdarm

  • Weißmehlprodukte: Toastbrot
  • Gemüse: blähendes Gemüse wie Kohl oder Hülsenfrüchte (zum Beispiel Erbsen und Bohnen)
  • Obst: Äpfel, Birnen, Wassermelone
  • Getränke: kohlensäurehaltige Getränke, Kaffee, Alkohol
  • Zucker sowie Zuckerersatzstoffe
  • Laktosehaltige Milchprodukte

Vor allem eine ballaststoffreiche Ernährung hat sich bei einem Reizdarm bewährt. Integrieren Sie zum Beispiel Leinsamen oder aber Flohsamen in Verbindung mit ausreichender Flüssigkeitsaufnahme in den Speiseplan.

Gute Erfahrungen mit der FODMAP-armen Ernährung

Mit der richtigen Ernährung können die Symptome bei einem Reizdarm deutlich gelindert werden. Das zeigt zum Beispiel eine Studie über die sogenannte FODMAP-Diät, bei der Reizdarm-Patienten eine Verbesserung ihrer Beschwerden von bis zu 70 Prozent beschreiben.1

Bei dieser Form der Ernährung sollte man Nahrungsmittel mit hohem FODMAP-Gehalt wie Äpfel, Birnen, Weizen und Zwiebeln meiden, denn diese verschlimmern gegebenenfalls die Symptome.

Nahrungsmittel, die im Darm schneller verdaut werden, wie etwa Karotten, Salat und Aprikosen, sind dagegen zu bevorzugen. So kann bereits das Weglassen oder Vermeiden von Zuckern, wie Fruktose und Sorbit, bei vielen Patienten mit Reizdarmsyndrom zu einer deutlichen Verbesserung führen.

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FODMAP

 

Beispiele für hohen FODMAP-Gehalt

(bei RDS meiden bzw. reduzieren)

Fermentierbare Oligosaccharide

(Fruktane und Galaktane)

  • Kohl, Zwiebeln, Knoblauch
  • Weizen und Roggen in größeren Mengen

Disaccharide

(Laktose)

  • Milch
  • Frische Käsearten

Monosaccharide

(Fruktose)

  • Birnen, Mango, Kirschen, Wassermelone
  • Honig

Polyole

(Zucker­austauschstoffe, z.B. Sorbit)

  • Süßstoffe Sorbit, Xylit, Mannit, Isomalt
  • „Zuckerfreie“ Kaugummis und Süßigkeiten

Ernährungsplan: Wie schmeckt ein Tag mit Reizdarm?

Die Ernährung mit einem Reizdarm muss nicht eintönig und unausgewogen sein – im Gegenteil! Wir haben einige Vorschläge, was Sie bei einem Reizdarm alles essen können.

Frühstück

  • Overnight oats oder Porridge (Brei aus Haferflocken)
  • Frischkornmüsli
  • Vollkornbrot mit Hüttenkäse und Tomaten

Mittagessen

  • Ratatouille mit Putenschnitzel
  • Hühnerfrikassee

Abendessen

  • Omelett mit Tomaten
  • Kürbis-, Kartoffel- oder Möhrensuppe

Allgemeine Tipps zur Ernährung bei Reizdarm

Es kommt nicht nur darauf an, was Sie bei einem Reizdarm essen. Auch diese Punkte sollten Sie beherzigen:

  • Trinken: Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.
  • Kleine Mahlzeiten: Bauen Sie lieber auf kleinere Portionen mehrmals täglich.
  • Langsam essen: Lassen Sie sich beim Essen Zeit, schlingen Sie nicht und kauen Sie ausgiebig.
  • Genussmittel: Auf Alkohol, koffeinhaltige Getränke und Nikotin sollten Sie möglichst verzichten.

Außerdem ist es empfehlenswert, den Verzehr von übermäßig stark gewürzten und fettigen Speisen sowie von Fertigprodukten zu vermeiden.

Einnahme von Microbiotica bei Reizdarmsyndrom

Warum ist die Einnahme von Microbiotica bei Reizdarmsyndrom zu empfehlen?

In der Mikrobiota befinden sich verschiedene Bakterien, die für die Funktion des Darms eine wichtige Rolle spielen. Dazu gehören zum Beispiel Milchsäurebakterien (Laktobazillen).

Da bei Menschen mit Reizdarmsyndrom das Missverhältnis einzelner Bakterienarten in der Mikrobiota eine Rolle spielt, können Microbiotica mit der richtigen Art und Menge an Bakterien helfen und die Gesundheit fördern.